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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

The King`s Speech

Regie: Tom Hooper Buch: David Seidler Kamera: Danny Cohen Musik: Alexandre Desplat Darsteller: Colin Firth, Geoffrey Rush, Helena Bonham Carter, Guy Pearce, Michael Gambon, Timothy Spall Produktion: GB/USA, 2010 Länge: 118 min. Fassung: 35 mm, En. OmU

Der britische Thronfolger Albert (CF) hat ein Problem: Immer wenn er öffentlich sprechen muss, versagen ihm erst die Nerven und anschließend verfällt er ins Stottern. Nach zahllosen gescheiterten Therapieversuchen landet er beim unorthodoxen Therapeuten Lionel Logue (GR). Der eigenwillige Australier brüskiert den stocksteifen Adligen zwar mit einer Reihe von Frechheiten – z.B. spricht Logue Albert mit dessen Spitznamen „Bertie" an - aber nach und nach kommen sich die beiden ungleichen Männer näher und die Therapie schreitet voran. Doch dann wird Albert tatsächlich König und muss nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs eine Radioansprache halten, die die Nation gegen die Kräfte des Faschismus und des Kommunismus einen soll. Um diese Aufgabe zu bewältigen, muss „Bertie" alias Georg VI. alles Gelernte in die Waagschale werfen und dabei nicht zuletzt seine eigenen inneren Dämonen überwinden.
The King`s Speech ist ein Film, den man aufgrund des Oscar-Rummels (er gewann vier der fünf Hauptpreise) fast schon nicht mehr kritisieren darf, aber auch ein Film, den man aus guten Gründen toll finden kann. Regisseur Hooper setzt alles auf ein hervorragendes Thema und zwei Hauptdarsteller, die voll in ihren Rollen aufgehen: Geoffrey Rush legt seinen Lionel Logue als scharfzüngig-ironisches Gegenmodell zu seinem im britischen Klassensystem gefangenen Kollegen an. Colin Firth scheint in Georg VI./Bertie I. die perfekte Rolle gefunden zu haben, um die ihm eigene Mischung aus Format, Verkrampftheit und trockenem Humor voll auszuspielen. In diesem ungleichen Duo reichen sich unvollkommener Adel und unadelige pädagogische Tatkraft die Hand und erzeugen Situationen, die stets auf dem schmalen Grat zwischen Komik und Tragik balancieren und dabei letztendlich doch beide Stimmungen gleichberechtigt zur Geltung bringen. Diese Geschichte eines ungewöhnlichen Helden mag nicht zu den innovativsten Filmen dieses Jahres zu zählen sein, dafür aber eindeutig zu den schönsten!

Text: Martin Koch

Spieltermin:
Freitag, 08.07.2011 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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