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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Beautiful Boxer

Regie: Ekachai Uekrongtham Buch: Ekachai Uekrongtham, Desmond Sim Kin Jin Kamera: Choochart Nantitanyatada Musik: Amornbhong Methakunbudh Darsteller: Asanee Suwan, Sorapong Chatree, Orn-Anong Panyawong, Nukkid Boonthong Produktion: Thail., 2003 Länge: 118 min. Fassung: DVD, Thail. OmU

Im Fernen Osten: Parinya Charoenphol (AS), auch Nong Toom genannt, wächst als Junge in Thailand auf. Während sich seine Altersgenossen wie typische Jungen benehmen und sich sichtlich wohl dabei fühlen, merkt er früh, dass etwas an ihm anders ist. Seine Begeisterung für Verkleidungen und Schminke lässt seine Eltern (OAP, NB) aufmerksam werden. Als der Boxtrainer Pi Chart (SC) Potential in Nong Toom erkennt, nimmt er sich seiner an. Es folgt das volle Programm: Trainingscamps und Kämpfe. Inmitten dieses Prozesses begegnet Nong Toom wieder seinen alten Gefühlen. Trotzdem wird er ein professioneller Kickboxer, um mit dem Einkommen seinen großen Traum verwirklichen zu können – endlich eine Frau zu werden. Doch der Weg dahin ist lang und er muss sich geradezu durchschlagen. Er fängt an, sich vor den Kämpfen zu schminken und will seine Identität nicht länger verstecken müssen.

Der Film gründet auf der Lebensgeschichte von Parinya Charoenphol, der sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen ließ, heute als Frau lebt und als Schauspielerin und Model arbeitet. Nong-Toom-Darsteller Asanee Suwan ist auch im wahren Leben professioneller Kickboxer, was den Kampfszenen und dem Kickbox-Szenario noch mehr Glaubwürdigkeit verleiht. Beautiful Boxer ist nicht nur der Blick auf eine fremde, "exotische" Kultur, die Transsexuellen anders begegnet als in unserer Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht vor allem der innere Kampf um die eigene Identität; eine Herausforderung, die Nong Toom mit unglaublichem Mut und Willen annimmt, um seinem Wunsch näher zu kommen: das Äußere dem Inneren anzugleichen, nicht mehr unsicher oder zerrissen, sondern endlich "ganz" zu sein und in sich zu ruhen als Frau, vor allem aber als Mensch.


Vorfilm: Das grüne Schaf

Animationsfilm, R&B: Carsten Strauch M: Kolja Erdmann P: D 2008 V: 35 mm, DF L: 4 min.

Marcel hat es nicht leicht in der Schule. Als grünes Schaf wird er häufig ausgegrenzt und mit Vorurteilen konfrontiert. Doch seine Familie gibt ihm Halt. Der Film erzählt in kurzen Interview-Ausschnitten von dem Alltag der Patchwork-Familie El Sapo und berichtet von den Schwierigkeiten eines partnerschaftlichen Zusammenlebens zwischen Fröschen und Schafen.

Text: Natalie Kurz

Spieltermin:
Mittwoch, 27.07.2011 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
Das dritte Geschlecht
 Mittwoch  13.07.2011  20:00 Uhr  DF  Boys Don't Cry
 Mittwoch  20.07.2011  20:00 Uhr  35 mm, En. OmU  Transamerica
 Mittwoch  27.07.2011  20:00 Uhr  Thail. OmU  Beautiful Boxer
 Mittwoch  03.08.2011  20:00 Uhr  Sp. OmU  XXY
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