aka-Filmclub.de

Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Bonnie und Clyde

Regie: Arthur Penn Buch: David Newman, Robert Benton, Robert Towne Kamera: Burnett Guffey Musik: Lester Flatt Darsteller: Warren Beatty, Faye Dunaway, Estelle Parsons, Gene Hackman Produktion: USA, 1967 Länge: 107 min. Fassung: 35 mm, En. OmU

Bonnie Parker (FD) und Clyde Barrow (WB) sind kein Pärchen wie jedes andere. Bei ihrer ersten Begegnung sieht sie Clyde, wie er sich am Auto ihrer Mutter zu schaffen macht. Doch prahlt Clyde, er müsse sich kein Auto stehlen, wenn er eins wolle – er kaufe sich einfach eines. Gerade nach zwei Jahren Haft wegen bewaffneten Raubüberfalls aus dem Gefängnis entlassen, wird Bonnie von Clydes aufregendem Leben angezogen. So ziehen sie zusammen los, um Freiheit zu finden. Sie überfallen Banken, um das Schicksal kleiner Leute zu rächen, welche von den Banken in den Ruin getrieben wurden. Doch schlägt das Schicksal bald wieder zu: Clyde erschießt auf der Flucht einen Polizisten, weshalb die beiden nun wie Freiwild gejagt werden. Bonnie will trotzdem bei ihm bleiben. „Dann hast du keine ruhige Minute mehr", warnt Clyde sie. „Ist das ein Versprechen?" Basierend auf einer wahren Geschichte gelang Arthur Penn mit Bonnie und Clyde eine tragikomische Außenseiterballade, die vor der Kulisse der Großen Depression immer nah an den Menschen, ihrer Leidenschaft und ihren Gefühlen bleibt. Auch mit seinem lyrischen, modernen Erzählstil prägte Bonnie und Clyde zusammen mit Mike Nichols Die Reifeprüfung und Dennis Hoppers Easy Rider die neue Generation von Kinofilmen des „New Hollywood", in der sich die Darstellung der Lebenswirklichkeit und der Sehnsüchte nicht mehr an gängige Konventionen hielt. Besonders auffällig sind bei dem Film die Blickwechsel, mit denen Bonnie und Clyde sich blitzschnell verständigen. Intensiv ist der Film auch im Hinblick auf Gewaltdarstellungen – Arthur Penn zeigte hier zum ersten Mal den Zusammenhang von Gewalt und Tod auf schonungslose Weise, während es vorher immer üblich war, Schuss und Getroffenwerden durch einen Filmschnitt zu trennen. „Bonnie and Clyde is a milestone in the history of American movies, a work of truth and brilliance. It is also pitilessly cruel, filled with sympathy, nauseating, funny, heartbreaking, and astonishingly beautiful. If it does not seem that those words should be strung together, perhaps that is because movies do not very often reflect the full range of human life." (Roger Ebert, Filmkritiker)

Text: Hinnerk Feldwisch-Drentrup

Spieltermin:
Dienstag, 12.07.2011 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
Arthur Penn
Unabhängiges Herz des New Hollywood
 Dienstag  05.07.2011  20:00 Uhr  DF  Licht im Dunkel
 Dienstag  12.07.2011  20:00 Uhr  En. OmU  Bonnie und Clyde
 Dienstag  26.07.2011  20:00 Uhr  DF  Alice`s Restaurant
 Dienstag  02.08.2011  20:00 Uhr  En. OV  Vier Freunde
News
Umzug WS2019/20
Aktuelles Programm
Filmreihen
Specials
Programmübersicht
Archiv
HighNoon Film-e-Zine
Über uns...
Links
Kontakt

HighNoon