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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Fish Tank

Regie&Buch: Andrea Arnold Kamera: Robbie Ryan Darsteller: Katie Jarvis, Kierston Wareing, Michael Fassbender Produktion: GB, 2009 Länge: 124 min. Fassung: 35 mm, DF

Mia tanzt in einer leeren Wohnung, mit Blick über die Stadt. Es ist die einzige Leidenschaft der 15-jährigen Heranwachsenden. Sie hat die Schule verlassen und wohnt mit ihrer unreifen und unnahbaren Mutter und ihrer kleinen Schwester im englischen Essex. Immer im Trainingsanzug, ist Tanzen die einzige Beschäftigung, die sie im Leben motiviert, ohne dass sie besonders dafür begabt wäre. Wird sie in Connor, dem neuen Freund ihrer Mutter, eine neue Vaterfigur finden? Oder wird sie das letzte Bisschen Unschuld endgültig verlieren? Der Film fesselt den Zuschauer und zeigt selige Augenblicke, wo die Natur der Härte der englischen Vororte gegenübergestellt wird und offenbart somit den Wert ungetrübter Glücksmomente. Fish Tank ist nicht einfach ein weiterer Film über rebellische Jugendliche. Es ist das subtile Porträt einer jungen Frau, einer starken Persönlichkeit. Die Spannung steigert sich und man gewinnt dieses Mädchen mehr und mehr lieb. Der Film zeigt diese junge Frau, wie sie sich in den falschen Mann verliebt und wie sie sich aus der Vorortmoral und Gefühlskälte (das Aquarium des Titels) zu befreien versucht. Die Beleuchtung und die Musik (das Lied „California Dreaming“ bringt Rhythmus in den Film) sind wunderschön aufeinander abgestimmt und thematisieren die Hoffnungen und die Enttäuschungen der jungen Frau. Fish Tank wurde von den Kritikern positiv aufgenommen und aufgrund ihrer ausgezeichneten Performance wurde Katie Jarvis auch die „Prinzessin von Cannes“ (Le Monde) beim französischen Filmfestival genannt.

Text: Caroline Lecoq

Spieltermin:
Dienstag, 10.01.2012 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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