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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Carnival of Souls

Originaltitel: Tanz der toten Seelen

Regie: Harold Harvey Buch: John Clifford Musik: Gene Moore Darsteller: Candace Hilligoss, Sidney Berger, Frances Feist, Harold Harvey, Stanley Leavitt Produktion: USA, 1962 Länge: 80 min. Fassung: 35mm, OF

Carnival of Souls ist einer der schönsten Gespensterfilme
überhaupt. In eindringlichen Schwarzweißbildern erzählt er die
Geschichte einer jungen Frau (CH), die als einzige auf mysteriöse
Weise einen Autounfall überlebt. Sie verlässt den Ort des Unglücks, um
eine Stelle als Kirchenorganistin anzutreten. Immer öfter begegnet sie

Geistern, denen sie kaum zu fliehen vermag. Am Ende stellt sich
heraus, dass sie selbst ein Geist ist, und wir sehen sie in der
Schlusseinstellung des Films mit den anderen Verunglückten leblos im
Auto sitzen. Das Motiv des zwischen Tod und Leben stehenden Menschen
hat schon immer Filmschaffende fasziniert, zuletzt wurde das Thema in
dem Thriller The Sixth Sense in spannender Weise aufgegriffen. Ich
kenne jedoch keinen Film, der das Thema ähnlich stimmungsvoll einfängt
wie Carnival of Souls - neben dem herausragenden Spiel der
Hauptdarstellerin und den hervorragend komponierten Bildern, ist dafür
auch die Orgelmusik verantwortlich, die den Film begleitet. Nicht nur
mich hat dieser Film mit seiner irrealen Atmosphäre und schier
unerträglichen Leichtigkeit verzaubert, sondern auch die
österreichische Schriftstellerin Elfriede Jelinek, die über Carnival
of Souls schrieb: ?Die große Kunst dieses Films ist es, eine Lebende
als Tote und wiederum als Lebendigere als alle Lebenden zu zeigen?

Spieltermin:
Mittwoch, 18.07.2001 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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