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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Moonrise Kingdom

Regie: Wes Anderson Buch: Wes Anderson, Roman Coppola Kamera: Robert Yeoman Musik: Alexandre Desplat Darsteller: Jared Gilman, Kara Hayward, Bruce Willis, Bill Murray, Frances McDormand, Edward Norton, Jason Schwartzman, Tilda Swinton, Harvey Keitel Produktion: USA, 2012 Länge: 95 min. Fassung: 35 mm, En. OmU

"Was bist du denn für ein Vogel?“ fragt Sam (JG) die gleichfalls elfjährige Suzy (KH), als er sie auf einer Ferienfreizeit bei einer Theateraufführung von „Noahs Sintflut“ von Benjamin Britten trifft. Liebe auf den ersten Blick. Sie beschließen, sich im nächsten Jahr wieder zu treffen und zusammen abzuhauen – Suzy von ihrer Familie, der Waise Sam von seinem Pfadfinderlager, mit dem er zurück auf die Insel kommt, auf der Suzy lebt. Als Outlaws werden sie von Sams Mitpfadfindern und vom Scout Ward (EN), dem Inselpolizisten Captain Sharp (BW) und einer Sozialarbeiterin (TS) verfolgt. Doch gelingt es ihnen mit so manchem Einfall, mit Pfadfinder-Kniffen und etwas Glück, der Insel zu entkommen, und zu neuen Ufern aufzubrechen.

Untermalt mit Benjamin Brittens Kompositionen und ähnlich dem biblischen Gleichnis entwickelt Wes Anderson in Moonrise Kingdom eine Welt, in der Sam und Suzy die eigentlich erwachsenen sind, während die Eltern und Aufsichtspersonen versuchen, auf eher hilflose Weise die alte Ordnung wiederherzustellen. Gefangen in ihren oft albernen Ritualen können sie der freien, kreativen Energie der Kinder wenig entgegensetzen – und ihrem ernsthaften Wunsch, Neues zu beginnen. Wenn Suzy das Buch "Coping with a Troubled Child" im Haus ihrer Eltern findet und sofort weiß, dass sie der Grund für dessen Anschaffung ist, spiegelt sich hier Andersons eigene Erfahrung. Moonrise Kingdom wurde im 16mm-Format gedreht, was ihm einen passenden 60er-Jahre-Look gibt und es erst ermöglichte, mit einem kleinen Team und viel weniger Aufwand als mit der üblichen Filmtechnik die jungen Protagonisten möglichst ungezwungen spielen zu lassen. Wie auch in seinen anderen Filmen ist der Stil keine reine Spielerei, sondern drückt im Gegenteil den Ernst aus, mit dem Wes Anderson und seine Figuren der Welt und ihren Mysterien begegnen. Kara Hayward, die Darstellerin von Suzy, über den Film: „It’s not just first love; it’s about people of all kinds wanting to be loved.” Und der New Yorker: „In short, it’s an emotional, sensual, and intellectual feast, one of the most extraordinary cinematic experiences since – well, since Wes Anderson’s last movie“.

Vorfilm: Shit Happens

R/B: Peter Östlund K: Jan Alvermark D: Rolf Rang, Anders Westin P: S 1993 V: 35 mm L: 1'25 Min.

Es hätte alles so perfekt sein können: Das Boot, die Angelrute, Vater und Sohn...

Text: Hinnerk Feldwisch-Drentrup

Spieltermin:
Mittwoch, 24.10.2012 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
Die fantastische Welt von Wes Anderson
 Mittwoch  24.10.2012  20:00 Uhr  En. OmU  Moonrise Kingdom
 Mittwoch  31.10.2012  20:00 Uhr  DVD, En. OmU  Die Tiefseetaucher
 Mittwoch  07.11.2012  20:00 Uhr  En. OmU  Rushmore
 Mittwoch  14.11.2012  20:00 Uhr  En. OmU  Durchgeknallt
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