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Merida – Legende der HighlandsOriginaltitel: Brave Regie: Mark Andrews, Brenda Chapman, Steve Purcell Buch: Brenda Chapman, Mark Andrews, Irene Mecchi Kamera: Robert Anderson Musik: Patrick Doyle Darsteller: Sprecher: Nora Tschirner, Bernd Rumpf, Monica Bielenstein, Marianne Groß Produktion: USA, 2012 Länge: 93 min. Fassung: 35 mm, DF
Tagaus, tagein das gleiche Programm: Prinzessin Merida (NT) wird von ihrer Mutter, Königin Elinor (MB), darin unterwiesen, wie sich eine richtige Thronfolgerin zu verhalten hat. Doch weder still bei der Handarbeit sitzen, noch Laute spielen oder andere Aktivitäten dieses Unterrichts scheinen dem jungen Mädchen mit der wilden roten Mähne wirklich zu liegen. Langeweile steht dabei für sie auf der Tagesordnung. Viel lieber lauscht sie den Heldentaten ihres liebenswert-verplanten Vaters, König Fergus (BR), macht Unsinn mit ihren kleinen Drillingsbrüdern oder erlebt Abenteuer in der Weite der schottischen Landschaft. Ihrer größten Leidenschaft widmet sie sich schon von Kindesbeinen an: dem Bogenschießen. All das geht gegen die Vorstellungen ihrer netten, aber sehr tugendhaften Mutter. Eines Tages stehen die drei schrulligen Lords der anderen Clans auf der Matte und bei einem Wettkampf soll sich entscheiden, wessen Sohn die Hand der ungestümen Prinzessin bekommt. Doch Merida ist gewieft, denn sie will ihre Freiheit um alles in der Welt behalten. Dabei kommt nicht nur der Bogen zum Einsatz, sondern auch ein Besuch bei der Hexe (MG) im dunklen Tal soll sie ihrem Ziel näher bringen.
Merida ist das vergnügliche Abenteuer eines Mädchens, dessen Traum von der Freiheit größer ist als die Schranken der Tradition. Doch es ist auch die Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung, in der beide lernen müssen, Verständnis für die jeweils andere aufzubringen. Die Arbeit der Animatoren ist dabei bewundernswert: Die schottische Szenerie mit ihren verwunschenen Wäldern und zerklüfteten Felsen lässt eine magische Atmosphäre aufkommen - und allein Meridas feuerroter Lockenschopf ist eine Augenweide, die sehr lebendig wirkt. Die Charaktere sind allesamt etwas wunderlich, fügen sich aber wunderbar in das Gesamtbild des Films. Abgesehen von manch künstlerischer Freiheit bei „historischen“ Daten und geographischen Besonderheiten, ist den kreativen Köpfen bei Pixar wieder ein warmherziger, witziger Filmspaß mit viel Atmosphäre und Gefühl gelungen!
Text: Natalie Kurz Spieltermin:
| Donnerstag, 25.10.2012 20:00 Uhr, Hörsaal 2006 |
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