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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Das weiße Rauschen

Regie: Hans Weingartner Buch: Hans Weingartner, Michael Schellenberg, Tobias Amann Kamera: Mathias Schellenberg Musik: Marek Goldowski Darsteller: Daniel Brühl, Annabelle Lachatte, Patrick Joswig Produktion: Deutschland, 2001 Länge: 106 min. Fassung: 35mm, DF

„Gib doch zu, dass du uns nicht in den Film lassen willst, du Votze!“, brüllt Lukas die Kartenverkäuferin an. Das Mädchen, das er gerade zu „Taxi Driver“ eingeladen hat, würde am liebsten in den Erdboden versinken. Wie „Taxidriver“ Travis Bickle lässt er das erste Rendezvous bereits im Kino platzen, wie auch jener steht er am Anfang eines psychotischen Schubes.

Lukas ist 21 und zieht zu seiner Schwester in die Großstadt. Weg von den Großeltern und dem langweiligen Landleben. Jetzt fängt das Leben an, glaubt er. Partys, Drogen, Mädchen, Faulenzen ... Alles geht gut, er hat jede Menge Spaß, bis er eines Tages von einem seiner Drogentrips nicht mehr runterkommt. Lukas beginnt Stimmen zu hören, fühlt sich verfolgt, verbarrikadiert sich in seinem Zimmer und malt seltsame Zeichen an die Wand. Er hält das Chaos in seinem Kopf nicht mehr aus und springt aus dem Fenster. Die Ärzte diagnostizieren Paranoide Schizophrenie und für Lukas beginnt ein Kampf gegen die innere Wirklichkeit. Eine sehr überzeugende, bis ins Detail recherchierte Geschichte eines Schizophreniekranken. Der Zuschauer erlebt, überwiegend aus Lukas Perspektive, die Entwicklung seines schleichenden Wahnsinns hautnah mit. Spürt, wie es ist, nicht mehr Herr seiner Sinne zu sein und nicht mehr zu wissen, was real ist und was nicht.

Hans Weingartner drehte „Das weiße Rauschen“ auf DV-Kameras, teilweise mit drei Kameras gleichzeitig. Ein Vorteil der kleinen Kameras war, dass er unbeobachtet auf öffentlichen Plätzen ohne Drehgenehmigung drehen konnte.

Spieltermin:
Dienstag, 29.10.2002 19:45 Uhr, Hörsaal 2006

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