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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Imaginaerum

Originaltitel: Imaginaerum by Nightwish

Regie: Stobe Harju Buch: Stobe Harju, Mikko Rautalahti, Richard Jackson Kamera: Benoît Beaulieu Musik: Nightwish, Petri Alanko Darsteller: Marianne Farley, Quinn Lord, Francis-Xavier McCarthy, Ilkka Villi, Joanna Noyes Produktion: FIN/CAN, 2012 Länge: 85 min. Fassung: BluRay, En. OmU

Traumwelten waren immer wichtig für ihn, doch als alter Mann ist der Dichter und Komponist Thomas Whitman (FXM) vollkommen in ihnen versunken. Seine Demenz wirbelt seine Erinnerungen durcheinander und einzig sein zehnjähriges Ich (QL) versucht, sich in dem düsteren Gedankenchaos zurechtzufinden. In der realen Welt geht sein Umfeld davon aus, dass er bald sterben wird. Seine entfremdete Tochter Gem (MF) muss sich einen Überblick über sein Leben verschaffen und das trotz der beträchtlichen Distanz, die seit langem zwischen ihnen herrscht. Ihre Beziehung ist für sie an einem toten Punkt angekommen. Doch ist es wirklich so einfach? Denn im Kopf des verwirrten Vaters schlummern Erinnerungen, von denen sie nichts ahnte.

Regisseur Stobe Harjus Erstlingswerk spielt eindrucksvoll mit Realitätsebenen und Erinnerungen. Inspiriert und untermalt ist der Film von der Musik Nightwishs, die auch die Triebfeder hinter dem Projekt waren. Trotzdem ist es kein Musikfilm geworden. Imaginaerum ist eine eigenständige Geschichte, die man getrost anschauen kann ohne Nightwish-Kenner zu sein. Die sehr schönen „burtonesken“ Bilder gehen eine lebendige Verbindung mit dem großartigen Soundtrack ein, der in jeder Szene abwechslungsreicher wirkt als manch anderer Soundtrack des vergangenen Jahres. Aufgrund des geringen Budgets von 3,7 Mio. $ ist manches in Imaginaerum bei weitem nicht perfekt, doch Hingabe und Liebe zum Detail merkt man dem Film (und der Musik) jederzeit an.


Vorfilm: Father and Daughter
R/B: Michael Dudok de Wit M: Denis L. Chartrand, Normand Roger P: NL/GB 2000 V: DCP, o. Dialog L: 8'09 Min.

Ein Vater sagt seiner Tochter "Auf Wiedersehen" und geht. Sie wartet auf seine Rückkehr, Tage, Monate, Jahre...

Text: Natalie Kurz

Spieltermin:
Dienstag, 14.01.2014 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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