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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Die Jagd

Originaltitel: Jagten

Regie: Thomas Vinterberg Buch: Tobias Lindholm, Thomas Vinterberg Kamera: Charlotte Bruus Christensen Musik: Craig Amstrong Darsteller: Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larsen, Annika Wedderkopp Produktion: DK/S, 2012 Länge: 115 min. Fassung: DCP, Dän. OmU

Lucas (MM) ist geschieden, sieht seinen Sohn nur selten und lebt in einem viel zu großen Haus alleine. Nachdem er seine Arbeit als Lehrer verloren hat, findet er eine Anstellung in einem Kindergarten. In diesen geht auch die kleine Klara (AW), die Tochter seines besten Freundes Theo (TBL), die ihn anhimmelt. Nachdem sie allerdings Zurückweisung von Lucas erfahren hat, beschuldigt sie ihn indirekt des sexuellen Missbrauchs und plötzlich sieht sich Lucas mit Vorwürfen dessen konfrontiert.

Klara, die erkennt, was sie mit ihrer Lüge angerichtet hat, revidiert ihre Aussage mehrmals, was jedoch sowohl von der Mutter als auch von den Erziehern überhört wird und als Verdrängung interpretiert wird. Kinder lügen nämlich nicht. Durch Klaras fatale Aussage wird Lucas nun, bislang selbst Jäger, zum Gejagten und steht von heute auf morgen vor dem Nichts.

Die Jagd gilt als eine der großen Überraschungen des 65. Filmfestival in Cannes. Dort hat Thomas Vinterberg, der als Mitbegründert der Doga95-Bewegung gilt, 1998 mit Das Fest seinen bislang größten Filmerfolg gefeiert. Beide Filme behandeln das Thema Kindesmissbrauch. In Die Jagd steht aber kein Verbrechen im Mittelpunkt, sondern der falsche Verdacht und die Folgen auf die stets korrekte Dorfgemeinschaft, die mit ihren Übergriffen zu weit geht und sich somit selbst schuldig macht.

Text: Teresa Schurer

Spieltermin:
Donnerstag, 30.01.2014 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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