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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Westfront 1918

Regie: Georg Wilhelm Pabst Buch: Ladilaus Vadja, Peter Martin Lampel, nach dem Roman “Die Vier von der Infanterie” von Ernst Johannsen Kamera: Fritz Arno Wagner, Charles Métain Darsteller: Fritz Kampers, Gustav Diessl, Hans Joachim Moebis, Claus Clausen, Jacki Monnier, Gustav Püttjer, Elke Heller, Hanna Hoessrich, Else Heller, Carl Balhaus Produktion: Deutschland, 1930 Länge: 97 min. Fassung: 35mm, s/w

Mitten in einer fröhlichen Feier, auf der sich vier befreundete Soldaten Karl (GD), der Bayer (FK), der Student (HJM) und der Leutnant (CC) – die letzten drei erhalten keinen eigenen Namen) amüsieren, ist der Einschlag einer Bombe zu hören. Damit ist die Idylle vorbei. Die Soldaten, die dort feierten, müssen zurück an die Front. Dort erwartet sie wieder der Alltag des Grabenkriegs: Gas-, Artillerie- und Panzerangriffe in Frankreich. Einer der Freunde, Karl, bekommt den lang ersehnten Fronturlaub und fährt nach Hause, nur um die Erniedrigung seiner Familie durch die Kriegsarmut zu sehen. Verbittert kehrt er zur Front zurück und gerät in einen Großangriff der Franzosen....

Der Antikriegsfilm entstand als Reaktion auf die um 1930 heraufziehende Remilitarisierungstendenz. Vor allem der erschütternd harte Realismus des Films (er erschien zeitgleich mit „Im Westen nichts Neues“, dem er an künstlerischer Kraft nur wenig nachsteht) fordert zur Auseinandersetzung mit dem Krieg heraus. Die NS-Zensur verfügte wegen „internationalistischer Antikriegstendenzen“ ein Verbot des Films im April 1933. Der Film ist sicher keine leichte Kost, aber als schonungslose Darstellung der sinnlosen Schrecklichkeit und Absurdität des Krieges absolut sehenswert.

Spieltermin:
Dienstag, 03.12.2002 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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