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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Inside Llewyn Davis

Regie&Buch: Ethan & Joel Coen Kamera: Bruno Delbonnel Musik: T Bone Burnett Darsteller: Oscar Isaac, Carey Mulligan, John Goodman, Justin Timberlake Produktion: USA, 2013 Länge: 105 min. Fassung: DCP, En. OmU

"Warum sollte irgendjemand einen Folksänger zusammenschlagen?" - Diese Frage stand für die Coen-Brüder am Anfang ihres neuesten Projekts. Der Film ist inspiriert von den Memoiren Dave van Ronks, dem dies tatsächlich einmal passiert sein soll, und auch der Titel ist angelehnt an dessen Album "Inside Dave van Ronk". Das Ergebnis ist ein schreiend komisches (fiktives) Biopic um einen Coen-typischen Antihelden, der höchst unsympathisch daherkommt und dennoch die Zuschauer auf seine Seite zieht. Erzählt wird eine Woche aus dem schier aussichtslosen Streben des jungen Folkmusikers Llewyn Davis (OI). Im New Yorker Greenwich Village der frühen 60er Jahre klappert er auf der Suche nach dem Durchbruch die einschlägigen Kneipen ab, kann von den wenigen Auftritten jedoch nicht leben und schläft jede Nacht auf jemand anderes Couch. Er ist vom Pech verfolgt, trägt jedoch durch seine eigene Arroganz und Ignoranz nicht wenig dazu bei. "Everything you touch turns to shit. You're like King Midas' idiot brother", wirft ihm Jean, seine ehemalige Geliebte (CM), an den Kopf. Inside Llewyn Davis ist die Geschichte eines Verlierers, der zur falschen Zeit am richtigen Ort ist: Ein Jahr später wird Bob Dylan einen Folk-Boom auslösen, doch 1961 will Davis noch niemand zuhören. Als Portrait eines Anti-Dylan bietet der Film eine höchst sehenswerte Momentaufnahme jener Zeit, was in Cannes mit dem Großen Preis der Jury belohnt wurde.





Text: Florian Schoop

Spieltermin:
Donnerstag, 08.05.2014 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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