aka-Filmclub.de

Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Wie der Wind sich hebt

Originaltitel: Kaze tachinu

Regie&Buch: Hayao Miyazaki Musik: Joe Hisaishi Produktion: J, 2013 Länge: 126 min. Fassung: DCP, Jap. OmU

Japan, 1920er-Jahre: Der Traum des kleinen Jiro Horikoshi ist es, Pilot zu werden, allein seine Sehkraft reicht dafür nicht aus. Um den Traum vom Fliegen dennoch leben zu können, beschließt er, Flugzeugingenieur zu werden. Die Jahre vergehen und der mittlerweile studierte und hochtalentierte Jiro wird zum führenden Baumeister des Jagflugzeugs Mitsubishi A5M, dem sogenannten Zero-Bomber, der im Pazifikkrieg zum Einsatz kam und von den Alliierten gefürchtet war. Besessen von seiner Arbeit merkt Jiro nicht, in welchem hochgradig politischen Kontext er sich bewegt. Und auch seine eigentlich glückliche Ehe ist vor Schicksalsschlägen nicht gefeit...

Mit Wie der Wind sich hebt erzählt Hayao Miyazaki die Lebensgeschichte des Flugzeugkonstrukteurs Jiro Horikoshi, bedient sich aber vor allem bei der Darstellung dessen Privatlebens auch fiktiver Elemente. Miyazaki verabschiedet sich mit diesem Film aus dem Filmgeschäft und verarbeitet noch ein letztes Mal die Leitmotive, die ihn berühmt gemacht haben: Technisierung, Erhebung des Menschen über die Umwelt, die Faszination des Fliegens und die poetische Darstellung seines Lieblingselements, der Luft. Und doch gibt es einen kleinen Bruch: Miyazaki, seines Zeichens glühender Pazifist, sah sich nicht ganz zu Unrecht der Kritik ausgesetzt, die Folgen ausgeblendet zu haben, die mit Horikoshis Entwicklung derartiger Kriegsmaschinen einhergingen. Stoff zum Diskutieren bietet der Film also und wunderschön anzusehen ist er ohnehin. Für Anime-Fans, Technik begeisterte und Miyazaki-Verehrer ein absolutes Muss!

Text: Johannes Litschel

Spieltermin:
Montag, 27.10.2014 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

News
Umzug WS2019/20
Aktuelles Programm
Filmreihen
Specials
Programmübersicht
Archiv
HighNoon Film-e-Zine
Über uns...
Links
Kontakt

HighNoon