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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Nymph()maniac Vol. 1

Originaltitel: Nymphomaniac Vol. 1

Double Feature - Beginn um 19:00 Uhr und 22:00 Uhr!

Regie&Buch: Lars von Trier Kamera: Manuel Alberto Claro Musik: Kristian Eidnes Andersen, Rammstein Darsteller: Charlotte Gainsbourg, Stellan Skarsgård, Stacy Martin, Shia LaBeouf, Christian Slater, Uma Thurman, Sophie Kennedy Clark Produktion: DK/ D/ B/ GB/ F, 2013 Länge: 240 min. Fassung: DCP, En. OmU

Viel wurde im Vorfeld geschrieben und gefragt, ob das nun Pornografie oder Kunst sei, was der dänische »Skandalregisseur« Lars von Trier ("Antichrist") da seinen Kritikern und Fans mit Nymph()maniac I und II präsentierte. Sicher ist, dass die Darstellung der Lebensgeschichte, die die selbstbetitelte Nymphomanin Joe (CG/SM) dem zurückgezogen lebenden Junggesellen Seligman (SS) erzählt, polarisiert. In acht Kapiteln, vorgeführt in zwei Filmen, bekommt der Zuschauer Einblick in das Leben von Joe, sie berichtet von ihrer Kindheit, ihrer Jugend, von ihrer großen Liebe Jerome (SLB) und ihrem ausschweifenden Sexleben. Dabei wird sie immer wieder von ihrem gespannten Zuhörer Seligmann unterbrochen, der von Joes Bericht Bezüge zu Literatur, Geschichte und musikalischer Hochkultur sieht und so auch Einblick in sein eigenes Universum gewährt.

Nie sind die Bilder, die die unstillbare Sucht Joes nach Sex zeigen ein Vergnügen, der Sexualität Joes hängt etwas melancholisches an, sie ist eine getriebene Person ohne Verbündete in einer Welt, in der Liebe und Sex scheinbar nicht zu vereinen sind. Einen der Filme zu sehen verlangt dem Zuschauer schon einiges ab, beide hintereinander anzuschauen ist eine Herausforderung, ein Wagnis, das, wenn man es durchsteht, sich jedoch lohnt. Denn den Darstellern um Charlotte Gainsbourg, mittlerweile eine langjährige Gefährtin von Triers, gelingt es, trotz der sexuellen Überlagerung des Films, Augenblicke von intensiver Intimität zu schaffen und die, immer wieder überraschenden Bilder von Triers zeigen, trotz des ernsten Grundtons, auch skurrile und lustige Momente - eine Herangehensweise, die bei dem immer noch oft tabuisierten Thema Sexualität denkbar passend ist.

Text: Benjamin Peterle

Spieltermin:
Freitag, 24.10.2014 19:00 Uhr, Hörsaal 2006

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