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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

20,000 Days on Earth

Regie: Iain Forsyth, Jane Pollard Buch: Jane Pollard, Nick Cave Kamera: Erik Wilson Musik: Nick Cave, Warren Ellis, Kylie Minogue, Ray Winstone Darsteller: Nick Cave, Warren Ellis, Ray Winstone, Blixa Bargeld, Kylie Minogue Produktion: GB, 2014 Länge: 95 min. Fassung: DCP, En. OmU

»Music doesn't come naturally to me. Sitting at a typewriter, writing a script – I can do that.
But there is a mystery in music, the process. That's why I return to it, why it gives me such pleasure.«


Der 20 000. Tag im Leben der lebenden australischen Musik-Legende Nick Cave könnte so ausgesehen haben: Dieser gewährt Einblicke in das intime, eigentlich unter Ausschluss jeglicher Öffentlichkeit stattfindende Schöpfungsmoment in jenem »schimmernden Spalt«, in dem soeben fiktiv entstehende, jedenfalls in seiner Erinnerung gelebte sowie tatsächlich wahrnehmbare Versatzstücke menschlicher Existenz stets nur marginal zu trennen sind. Mit Stationen wie Studioaufnahmen mit der Band, Lunch mit Kollege Ellis und Psychoanalytiker-Sitzung, verbunden mit Autofahrten voller vergangener Momente, wird ebenso scharf- wie feinsinnig und ungemein fesselnd eine fiktiv-dokumentarische Reise komponiert, die die grundsätzlichen Fragen nach menschlichem Wesen und Identität ins reflektierende Licht geistiger und emotionaler Bespielung tauchen. Eine coolere, musikalisch-gelebte Version einer Poetik-Vorlesung, Pflichtprogramm für Musikliebhaber, (angehende) Autoren und ihre literaturwissenschaftlichen Rezipienten, für Erinnerungsforscher sowie für all jene, die das vielseitige Genie Nick Cave einmal hinter den Kulissen sehen wollen. Einer unserer Geheimtipps der vergangenen Berlinale!

Text: Antje Lossin

Spieltermin:
Mittwoch, 04.02.2015 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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