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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Camp 14 - Total Control Zone

In Kooperation mit der Amnesty International Hochschulgruppe

Regie: Marc Wiese Kamera: Jörg Adams Produktion: ROK/ D, 2012 Länge: 104 min. Fassung: DVD, Kor./En. OmU

Shin Dong-Huyk wird am 19. November 1983 in einem nordkoreanischen Straflager geboren. Sein Verbrechen: Er ist der Sohn zweier politischer Gefangener. Er wächst im Lager auf, ohne eine Ahnung vom Leben jenseits der “Total Control Zone”. Eine Aussicht, entlassen zu werden, gibt es nicht. Seit er sechs Jahre alt ist, gehören Zwangsarbeit, Folter und Misshandlungen durch die Wachen zu seinem Alltag. Trotz des Hungers und der schlechten medizinischen Versorgung gelingt es ihm, zu überleben. Mit 23 Jahren gelingt ihm als bislang einzigem Insassen die Flucht.

Der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm von Marc Wiese beschreibt Shins Erlebnisse als Insasse von Camp 14. Eingestreute Trickfilmsequenzen rekonstruieren das Leben im Lager auf der Basis von Shins Erinnerungen. Auch die Perspektive der Täter wird in den Film einbezogen: Neben dem Flüchtling legen zwei ehemalige nordkoreanische Sicherheitskräfte Zeugnis über systematische Folterungen und Hinrichtungen ab. Oh Yangnam war als Geheimpolizist selbst an Verhaftungen und Misshandlungen beteiligt. Heute lebt er wie Shin in Südkorea. Er fürchtet sich vor einer Wiedervereinigung: Der Gedanke, dass er seinen früheren Opfern wiederbegegnen könnte, jagt ihm Angst ein.

Ein Mitglied der Amnesty International-Koordinationsgruppe zu Korea wird sich nach dem Film für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stellen.

Text: Amnesty International Hochschulgruppe Freiburg

Spieltermin:
Montag, 08.12.2014 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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