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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Originaltitel: Tri oriski pro popelku

Regie: Vaclav Vorlicek Buch: Bohumila Zelenkova nach dem Märchen von Bozena Nemcova Kamera: Josef Illik Musik: Karel Svoboda Darsteller: Libuse Safrankova, Pavel Travnicek, Carola Braunbock, Daniela Hlavacova, Rolf Hoppe Produktion: CSSR/DEFA, 1973 Fassung: 35mm, EF

Es war einmal...1973 in den verschneiten Wäldern um Schloss Moritzburg bei Dresden, wo sich ein tschechisch-deutsches Filmteam zusammenfand, um eine altbekannte Geschichte in Szene zu setzen – nicht ahnend, dass es mit dieser Verfilmung einen Mythos schaffen würde.

Das Märchen vom Aschenputtel kennt dank der Gebrüder Grimm wirklich jedes Kind, aber dieses Aschenbrödel, das nach einer Version des Märchens von Bozena Nemcova entstand, hat es in sich: es kann reiten, schießen und auf Bäume klettern, und es gibt dem armen Prinzen (PT) so einige Rätsel auf, bis er es am Ende glücklich in die Arme schließen und heiraten darf. Neben solchen originellen Elementen, zu denen auch die drei Haselnüsse gehören, behält der Film die wesentlichen traditionellen Märchenmotive bei: So muss Aschenbrödel (LS) als Dienstmagd schmutzige Arbeiten für die böse Stiefmutter (CB) verrichten, und natürlich darf der Hofball nicht fehlen, bei dem der Prinz seine Braut erwählen soll, und der berühmte Schuh verloren wird...

Der Film besticht nicht nur durch die erfrischende Natürlichkeit der Darsteller – allen voran Libuse Safrankova als Aschenbrödel, die u.a. 1996 mit dem Oscar-preisgekrönten „Kolya“ einen weiteren Erfolg feiern konnte. Vor allem lebt diese Verfilmung von den stimmungsvollen Landschaftsaufnahmen, den märchenhaften Kostümen, der vom Prager Sinfonieorchester umgesetzten Musik, und nicht zuletzt wohl von unserer Sehnsucht, die Welt noch einmal mit Kinderaugen zu sehen.

Lasst euch die Gelegenheit nicht entgehen, das Aschenbrödel mit seinem Schimmel Nikolaus und der Eule Rosalie einmal im Kinoformat auf der großen Leinwand zu bewundern – wer weiß, vielleicht trefft ihr dort sogar eure Prinzessin? Mädels, gebt auf eure Schuhe acht!!!

Text: CK

Spieltermin:
Dienstag, 17.12.2002 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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