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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Elser - Er hätte die Welt verändert

Regie: Oliver Hirschbiegel Buch: Fred Breinersdorfer, Léonie-Claire Breinersdorfer Kamera: Judith Kaufmann Musik: David Holmes Darsteller: Christian Friedel, Katharina Schüttler, Burghart Klaußner, Johann von Bülow Produktion: D, 2014 Länge: 114 min. Fassung: DCP, Dt. OV

Im April 2015 wurde im Freiburger Stadtteil Vauban ein Denkmal enthüllt, was an Georg Elser erinnern soll. Es ist deutschlandweit erst das dritte Denkmal dieser Art und es zeigt wie wenig an diesen Mann erinnert wird, der genau siebzig Jahre zuvor im KZ Dachau von den Nazis ermordet wurde und wie umstritten sein Status als Widerstandskämpfer nach dem Krieg war. Der gelernte Schreiner Johann Georg Elser führte am 8. November 1939 ein Attentat auf Adolf Hitler und dessen Führungsstab im Bürgerbräukeller in München aus, der Versuch scheiterte knapp und Elser wurde gefasst.

Der Film von Oliver Hirschbiegel erzählt, ohne zu moralisieren, die Geschichte hinter diesem Attentat, wie es dazu kam, dass ein schwäbischer Schreiner schon im Jahre 1939 den Entschluss fasste, auf diese Weise Widerstand gegen die Nazis zu leisten und wie er seinen Plan durchsetzte. Dabei sieht der Zuschauer, wie sich die Situation in den 30er Jahren auf dem Land langsam verändert, wie ein ganzes Dorf gleichgeschaltet wird, wie aus dem lebensfrohen Georg, verkörpert durch den überragenden Christian Friedel (CF), ein verbitterter Einzelgänger wird und wie grausam die Verhöre durch die Gestapo funktionierten. Elser – Er hätte die Welt verändert setzt dem Widerstandskämpfer Georg Elser ein würdiges Denkmal und zeigt, weshalb es so wichtig ist, an diesen Mann zu erinnern.

Text: Benjamin Peterle

Spieltermin:
Donnerstag, 04.02.2016 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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