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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Fitzcarraldo

Double Feature - Werner Herzog und Klaus Kinski

Regie&Buch: Werner Herzog Kamera: Thomas Mauch Musik: Popol Vuh Darsteller: Klaus Kinski, Claudia Cardinale, José Lewgoy Produktion: D/ PE, 1982 Länge: 158 min. Fassung: DCP, Dt. OV

Trotz nahezu unüberwindbarer Probleme ließ sich Werner Herzog nicht von der Umsezung des Urwald-Epos Fitzcarraldo abbringen. Erzählt wird die Geschichte von Brian Sweeney Fitzgerald (KK), einem exzentrischen Abenteurer, der im Dschungel ein Opernhaus bauen möchte. In einer grotesken Urwald-Szenerie auf schlammigen Boden, bewohnt von nackten Einwohnern und Schweinen, will der Protagonist seinen Traum verwirklichen. Zur Premiere soll der von ihm geliebte Opernstar Enrico Caruso singen. Da Fitzgerald, genannt Fitzcarraldo, aber in Geldnöten steckt, unterstützt ihn seine Freundin, die Bordellbesitzerin Molly (CC). Mit dem Geld kaufen sie ein altes Dampfschiff um über den Fluss zu gewinnversprechenden Kautschuk-Feldern zu gelangen. Dass Fitzcarraldo aber plant, das Schiff von den peruanischen Ureinwohnern über den bevorstehenden Bergrücken ziehen zu lassen, verheimlicht er den restlichen Mitreisenden...

In seiner vierten Kollaboration mit Klaus Kinski, schafft Herzog nicht nur einen seiner berühmtesten Filme, sondern auch einen seiner besten. Fitzcarraldo ist meisterhaftes Kino und ein großes Abenteuer des deutschen Films. Die Stärke des Films liegt wie so oft bei Herzog auf der optischen Ebene. Fast genauso spannend aber wie der Film selbst, ist seine Entstehungsgeschichte: Insgesamt vier Jahre benötigte Herzog für das Mammutprojekt. Zunächst sprangen dem Regisseur die Produzenten ab, als dieser verdeutlichte, dass die Überquerung des Berges auf keinen Fall in einem Studio gedreht werden dürfte. Wie in fast allen seinen Filmen drehte Herzog nur an Orginalschauplätzen – in diesem Fall hieß das also, das große Flussschiff unter realen Bedingungen über den steilen Berg zu ziehen. Hinzu kamen noch unendlich viele weitere Probleme, die der Regisseur Les Blank in seinem Dokumentarfilm Die Last der Träume darstellt.

Text: Tiana Lasica

Spieltermin:
Freitag, 11.12.2015 19:00 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
Werner Herzog
 Montag  16.11.2015  20:00 Uhr  En. OmU  Begegnungen am Ende der Welt
 Montag  23.11.2015  20:00 Uhr  Dt. OV  Mein liebster Feind
 Montag  30.11.2015  20:00 Uhr  Dt. OV  Wo die grünen Ameisen träumen
 Freitag  11.12.2015  19:00 Uhr  Dt. OV  Fitzcarraldo
 Freitag  11.12.2015  22:00 Uhr  OV  Die Last der Träume
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