aka-Filmclub.de

Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Der Marsianer

Originaltitel: The Martian

Regie: Ridley Scott Buch: Andy Weir Kamera: Dariusz Wolski Musik: Harry Gregson-Williams Darsteller: Matt Damon, Jessica Chastain, Kate Mara, Kristen Wiig Produktion: USA, 2015 Länge: 144 min. Fassung: DCP, DF

Mark Watney ist auf dem Mars gestrandet. Sein Team der Ares-3-Mission hatte ihn auf dem roten Planeten zurückgelassen, nachdem sie ihn für tot gehalten hatte. Fluch der Technik, denn sein Raumanzug war bei einem plötzlich herannahenden Sturm so beschädigt worden, dass er keine Lebenszeichen mehr übertrug. Der Sturm war so heftig, dass alle Hals über Kopf geflohen und übereilt wieder Richtung Erde abgeflogen sind. Alle bis auf Watney, der zurückgelassen auf dem Mars wieder zu sich kommt und feststellt, dass er völlig alleine ist.

Ungeschickt ist, dass er keinerlei Möglichkeit hat, mit der Erde oder seinem Team zu kommunizieren, dass seine nächste zumindest theoretische Rückreisemöglichkeit die Ares-4-Mission vier Jahre später ist und, dass die Nahrungsmittel allenfalls für ein paar Monate reichen. Doch Watney ist nicht umsonst Botaniker. Er setzt seinen ganzen Einfallsreichtum daran zu überleben – und natürlich irgendwie mit der NASA auf der Erde in Kontakt zu treten. Während auf der Erde seine Trauerfeier begangen wird, sitzt Mark Watney auf dem Mars und produziert im wahrsten Sinne des Wortes aus Scheiße Kartoffeln. Doch ob er damit 4 Jahre in der Einsamkeit überleben kann, ist völlig unklar. Noch weiß die NASA ja nicht einmal, dass er noch lebt, warum also eine Rettungsmission starten? Doch Watney verliert seinen Optimismus nicht. Mit leicht sarkastischem Unterton und einer gehörigen Portion Selbstironie berichtet er jeden Abend in seinem Videotagebuch von seinen Fortschritten. So bleibt der Film auch für den Zuschauer trotz der ernsten Lage des Protagonisten jederzeit absolut unterhaltsam ohne dabei aber Spannung einzubüßen.

Regisseur Ridley Scott, der sich 1979 bzw. 1982 mit Alien und Blade Runner, seinem zweiten beziehungsweise dritten Spielfilm, bereits einen Stern am Kultfilmhimmel verdient hatte, legt nach einigen eher schwächeren Filmen in den letzten Jahren nun wieder einen Film vor, der Kultfilmpotential hat. Und der zeigt, dass schlichtes Klebeband auch im Weltraum ein unverzichtbares Utensil ist. McGyver läßt grüßen.


Vorfilm: Pixels

Regie: Patrick Jean Produktion: F 2010 Länge: 2 Min.

Eine Pixelarmee greift die Erde an. Pac-Man, Donkey Kong und eine Riesenbombe zerlegen voller Spiellust alles, was ihnen in den Weg kommt.

Text: Angelique Presse

Spieltermin:
Freitag, 29.04.2016 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

News
Umzug WS2019/20
Aktuelles Programm
Filmreihen
Specials
Programmübersicht
Archiv
HighNoon Film-e-Zine
Über uns...
Links
Kontakt

HighNoon