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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Der Klassenfeind

Originaltitel: Razredni Sovražnik

Regie: Rok Biček Buch: Nejc Gazvoda, Rok Biček, Janez Lapajne Kamera: Fabio Stoll Musik: Frédéric Chopin Darsteller: Igor Samobor, Nataša Barbara Gračner, Tjaša Železnik, Maša Derganc, Daša Cupevski Produktion: SVN, 2013 Länge: 112 min. Fassung: DCP, Sl. OmeU

Ein Gymnasium in Slowenien: Als die junge und bei den Schülern beliebte Deutschlehrerin Nuša (MD) in Schwangerschaftsurlaub geht, übernimmt der ältere Vertretungslehrer Robert Zupan (IS) ihre Abschlussklasse. Ganz anders als seine Vorgängerin tritt er sehr streng und distanziert auf, woran sich die Klasse schnell zu stören beginnt. Als die unsichere Schülerin Sabina (DC) Selbstmord begeht, nachdem sie kurz zuvor mit ihm alleine im Klassenzimmer gesehen wurde, ist der Schuldige schnell gefunden. Zunehmend eskaliert die Situation und Zupan sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, er sei ein Nazi.

Der Klassenfeind ist der erste Langfilm des jungen slowenischen Regisseurs Rok Biček und wurde gleich von Slavoy Žižek zum wichtigsten Film unserer Zeit geadelt. Žižek, Philosoph und Landsmann von Biček, erklärt gerne Theorie anhand von Filmen und Der Klassenfeind scheint ihm das filmische Pendant zu einer seiner Kernthesen: Das Einzige, was Europa noch retten kann, ist eine authentische Autorität, die uns mit unserer eigenen Freiheit konfrontiert, einer grundlegenden Freiheit, die durch die täglichen, vermeintlich freien Konsumentscheidungen in unserer antiautoritären Gesellschaft verdeckt wird. Diese makroskopische Situation spiegelt sich im Mikrokosmos Schule. Der Film selbst theoretisiert nicht und dezidierter sei Žižeks Analyse hier nicht vorweggenommen. Seiner augenzwinkernd stalinistischen Forderung, den Film verpflichtend an allen Schulen und Universitäten zu zeigen, kommen wir indes gerne nach.


Vorfilm: Isfilma par dzivi

Regie: Laila Pakalnina Produktion: LV 2014 Länge: 2 Min.

Alles, was man über Fußball wissen muss. Es ist eben doch, wie das Leben.

Text: Max Becker

Spieltermin:
Montag, 11.07.2016 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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