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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Anomalisa

Regie: Charlie Kaufman, Duke Johnson Buch: Charlie Kaufman Kamera: Joe Passarelli Musik: Carter Burwell Darsteller: David Thewlis, Jennifer Jason Leigh, Tom Noonan Produktion: USA, 2015 Länge: 90 min. Fassung: DCP, En. OmU

Wer war nochmal Charlie Kaufman? Gute Frage, schließlich hat man seit 2008, als er sein Regiedebüt Synecdoche, New York herausbrachte, nichts mehr von ihm gehört. Der Oscargewinner (Eternal Sunshine of the Spotless Mind) wurde schlicht und einfach vergessen. Dabei war er nicht untätig, nur hat er niemanden gefunden, der seine Drehbücher verfilmen wollte. Da Synecdoche, New York ein wirtschaftlicher Flop war, hat sich schlicht niemand mehr getraut, sich an seine Werke zu wagen. So musste er die Dinge schließlich selbst in die Hand nehmen und finanzierte Anomalisa über Kickstarter, eine Seite auf welcher Geld für Projekte von Künstlern gespendet werden kann. Auf einmal war er wieder in aller Munde und sein Film wurde schließlich auch für den Oscar nominiert, übrigens in der selben Kategorie wie Shaun das Schaf.

Michael Stone (DT), ein Sachbuchautor, kann sich nicht wirklich mit anderen Menschen beschäftigen. Sie interessieren ihn nicht, für ihn sehen einfach alle gleich aus. Außerdem kann er Aufregung im seinem Leben nicht gebrauchen, sodass er eigentlich immer den gleichen Tagesablauf hat. Auf einer Geschäftsreise auf der er sein neues Buch vorstellt lernt er Lisa (JJL) kennen, die erste Person, die ihn interessiert. Eine Anomalie in seinem Leben. Oder wie er es ausdrückt, eine Anomalisa.

Charlie Kaufman schrieb das Drehbuch eigentlich als Theaterstück unter dem Pseudonym Francis Fregoli, nach dem gleichnamigen Syndrom, das alle Personen gleich aussehen lässt. Dadurch werden passenderweise alle andere Personen in Anomalisa von Tom Noonan synchronisiert. Die Figuren stammen aus 3D-Druckern und, obwohl es sich um Puppen handelt, beinhaltet der Film eine der realistischsten Sexszenen der Filmgeschichte.


Vorfilm: Der Kleine Vogel und das Eichhörnchen

Regie & Buch: Lena von Döhren Produktion: CH 2015 Länge: 5 Min.

Einem kleinen Vogel wird vom Eichhörnchen die Gießkanne gestohlen, noch dazu erscheint ein hungriger Fuchs. Eine wilde Jagd beginnt.

Text: Maarten Wissink

Spieltermin:
Mittwoch, 20.04.2016 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
Being Charlie Kaufman
 Mittwoch  20.04.2016  20:00 Uhr  En. OmU  Anomalisa
 Mittwoch  27.04.2016  20:00 Uhr  En. OmU  Synecdoche, New York
 Mittwoch  04.05.2016  20:00 Uhr  En. OmU  Vergiss mein nicht !
 Mittwoch  11.05.2016  20:00 Uhr  DF  Being John Malkovich
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