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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Berlin Ecke Schönhauser

Regie: Gerhard Klein Buch: Wolfgang Kohlhaase Kamera: Wolf Göthe Musik: Günter Klück Darsteller: Eckehard Schall, Ilse Pagé, Harry Engel, Ernst-Georg Schwill, Helga Göring Produktion: DDR, 1957 Länge: 80 min. Fassung: 35mm, s/w

Jeden Tag treffen sich am U-Bahn-Bogen der „Schönhauser“ Jugendliche, die es zuhause bei ihren Eltern nicht mehr aushalten. Der Bauarbeiter Dieter sucht auf der Straße die Freiheit, Kohle flüchtet vor seinem ständig betrunkenen Stiefvater, Karl-Heinz ist schon auf der kriminellen Bahn, und Angela muss zu Hause Platz machen, wenn die Mutter den Freund empfängt. Nach einem vermeintlichen Totschlag fliehen Dieter und Kohle nach Westberlin, wo alles aber noch viel schlimmer ist ...

Der Film wurde zum Kassenerfolg – er hatte über 1,5 Mio. Zuschauer allein in den ersten drei Monaten nach der Premiere. Die Offiziellen waren damals geteilter Meinung: Karl-Eduard von Schnitzler, später Chefagitator des „Schwarzen Kanal“, meinte zwar: „Der Film Berlin - Ecke Schönhauser ist beispielhaft und könnte ein Markstein im modernen Filmschaffen sein. Das Kollektiv Kohlhaase/Klein sollte erhalten bleiben. Es erscheint dem Kritiker mit dieser neuen Leistung nationalpreiswürdig.“ Die 2. Filmkonferenz der SED 1958 ging mit dem Film indes hart ins Gericht – v.a. sei das Leben unter Ostberliner Jugendlichen viel zu negativ dargestellt (und konsequenterweise schaffte es der vierte Film des Duos auch nicht mehr in die Kinos). Heute ist der Film einer der großen Klassiker der DEFA – und darf deswegen in einer Berlin-Reihe unter keinen Umständen fehlen.

Spieltermin:
Dienstag, 21.01.2003 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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