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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Funny Games

Regie&Buch: Michael Haneke Kamera: Jürgen Jürges Musik: Georg Friedrich Händel, John Zorn Darsteller: Susanne Lothar, Ulrich Mühe, Arno Frisch, Frank Giering, Stefan Clapczynski Produktion: A, 1997 Länge: 104 min. Fassung: DCP, Dt. OV

Eine Familie fährt zum Urlaub an einen See, wo auch einige Freunde von ihnen sind. Alles wirkt normal, gesetzt und einem gemütlichen Urlaub scheintnichts mehr im Wege zu stehen. Da klopfen zwei junge Männer an die Tür und fragen nach ein paar Eiern. Doch das ist nur ein Vorwand, kurze Zeit später bringen sie die Familie in ihre Gewalt und beginnen ein aggressives Psychospiel.

Michael Haneke ist für seine nüchtern inszenierten, düsteren Filme bekannt, die sich dem Phänomen Gewalt auf sehr unkonventionelle Weise nähern. Mit diesem Film schuf er wohl sein kontroversestes Werk. Weniger auf visueller Ebene, denn von der Gewalt sieht man kaum etwas, als auf psychologischer. Indem Haneke viele Erklärungen ausspart, die Gewalt aus ihrem Kontext nimmt, macht er diese unerträglich. Die ansonsten realistische Inszenierung bricht er jedoch gezielt. Indem er die Täter brüderlich mit dem Zuschauer sprechen lässt, fordert er diesen mit seiner Erwartungshaltung gegenüber einem „Gewaltfilm“ heraus. Eine einfache Ästhetisierung von Gewalt bekommt er jedenfalls nicht, eher ordentlich etwas zu schlucken.

Text: Fabian Lutz

Spieltermin:
Mittwoch, 14.12.2016 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
Home Invasion
 Mittwoch  30.11.2016  20:00 Uhr  En. OmU  The Bling Ring
 Mittwoch  07.12.2016  20:00 Uhr  Jap. OmU  Visitor Q
 Mittwoch  14.12.2016  20:00 Uhr  Dt. OV  Funny Games
 Mittwoch  21.12.2016  20:00 Uhr  En. OmU  Kevin – Allein zu Haus
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