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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Der Himmel über Berlin

Regie: Wim Wenders Buch: Wim Wenders, Peter Handke Kamera: Henri Alekan Musik: Jürgen Knieper Darsteller: Bruno Ganz, Solveig Dommartin, Otto Sander, Curt Bois, Peter Falk Produktion: D/F, 1987 Länge: 127 min. Fassung: 35mm, teilw. s/w

"Als das Kind Kind war ..." – mit diesen Worten beginnt die Geschichte der beiden Engel Damiel (BG) und Cassiel (OS). Die Engel können die Gedanken der Menschen lesen, sind für die Menschen aber unsichtbar. Tag für Tag wandeln sie umher, um Menschen, denen es schlecht geht, in ihrer Not zu helfen. Eines Tages entdeckt Damiel die Zirkustänzerin Marion (SD) und verliebt sich in sie. Schon vorher hatte er manchmal den Wunsch, ein Mensch zu sein, um menschliche Empfindungen haben zu können – die Engel haben nämlich nichts derartiges wie einen Geruchs- oder Tastsinn; doch jetzt wird dieser Wunsch stärker und stärker. Immer öfter schwärmt Damiel davon,wie es wohl sein mag, die Morgenluft riechen zu können, – bis er sich schließlich zu dem großen Schritt entscheidet und Mensch wird.

Vorsichtig tastet sich Wim Wenders in grauen Bildern an Berlin heran, doch nach und nach werden die Bilder immer konkreter, und als Damiel schließlich auf die Erde herabsteigt, wird die Welt für ihn und werden die Bilder der Kamera für den Zuschauer farbig. Die verschlungenen Off-Kommentare von Peter Handke tun ihr übriges, um dem Film seine ganz eigene Aura zu geben. Zwei besondere Highlights sind der Auftritt von Peter Falk, besser bekannt als Columbo, als ehemaligem Engel, und ein ungeheuer atmosphärisches Konzert von Nick Cave.

Übrigens: Wer das unselige Remake City of Angels gesehen und für schlecht befunden hat, sollte sich nicht abschrecken lassen, sondern unbedingt das Original kennenlernen; man kann ohne Übertreibung sagen, dass Der Himmel über Berlin eine der poetischsten Schöpfungen des sonst nicht unbedingt zu großer Poesie neigenden neueren deutschen Kinos ist.

Spieltermin:
Dienstag, 28.01.2003 19:30 Uhr, Hörsaal 2006

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