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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Raving Iran

Regie&Buch: Susanne Regina Produktion: CH, 2016 Länge: 84 min. Fassung: DCP, OmU

Am Wochenende mal auf eine Techno-Party ins Berghain in Berlin? In Deutschland sind diese Partys Kultur-Veranstaltungen damit sogar vom regulären Mehrwertsteuer-Satz befreit. Im Iran sind die beiden DJs Anoosh und Arash dagegen mit ihrer Leidenschaft alles andere als erwünscht. Die Dokumentation begleitet die beiden in ihrem Alltag. Die jungen Teheraner leben ihre Leidenschaft im Untergrund aus: sie organisieren illegale Partys in der Wüste oder in der Stadt. Die Regeln der Islamischen Republik sind hier für einen Moment außer Kraft. Sie leben jedoch stets in der Angst von der Polizei erwischt zu werden.

Arash wird nach einer Party von der Polizei vorübergehend festgenommen. Daraufhin beschließen die beiden, dass es nun an der Zeit ist, ihrem bisherigen Leben den Rücken zu kehren. Ihr Weg führt Anoosh und Arash dabei auf das Lethargy-Festival in Zürich.

Susanne Regina Meures erzählt bei ihrem Langfilmdebut die Geschichte einer Freundschaft zweier Menschen, die für ihre Leidenschaft Risiken und Strafen in Kauf nehmen. Ihr gelingt es dabei das Leben in einer repressiven Gesellschaft eindrücklich darzustellen, in der die Subkultur um ihren Freiraum ringt. Die Musik von den DJs bildet den einzig denkbaren Soundtrack des Filmes. Für Freiheiten, die für uns selbstverständlich sind, müssen die Protagonisten aus Raving Iran vieles aufgeben. Der Dokumentation gelingt ein fesselndes Kino-Erlebnis.

Text: Johannes Breuninger

Spieltermin:
Mittwoch, 19.07.2017 20:00 Uhr, Hörsaal 2006
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(im VCS-Format)

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