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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Bowling for Columbine

Regie&Buch: Michael Moore Kamera: Brian Danitz, Michael McDonough Musik: Jeff Gibbs Produktion: USA/Kanada/D, 2002 Länge: 123 min. Fassung: 35mm, OmU

Wie kommt es, dass in den USA jedes Jahr 11.000 Menschen erschossen werden, in Deutschland aber nur 350, und in Kanada
ebenso liberal im Bereich Waffen wie die Amerikaner
kann sich keiner der befragten Polizisten an einen Mord erinnern, zumindest in den letzten 3 Jahren?

Ausgehend von dem im Jahre 1999 verübten Massaker in der High-School der amerikanischen Kleinstadt Littleton untersucht Michael Moore in seinem Dokumentarfilm Bowling for Columbine das Verhältnis der Amerikaner zu ihren Waffen. Er konfrontiert den Leiter einer Supermarktkette mit den Opfern der Kugeln, die in seinem Geschäft gekauft wurden und noch immer ohne Kontrolle zu kaufen sind. Doch bleibt er nicht bei diesem Massaker stehen. Er besucht Wehrsportgruppen bei ihren Schussübungen und lässt sich und dem staunenden Zuschauer erzählen, welche Art von Waffen diese Leute zu ihrer Selbstverteidigung in Ihrem Heim stehen haben. Auch die NRA (National Riffle Organisation) bekommt ihr Fett weg, vor allem der Vorsitzende, der sich, ohne über Moore informiert zu sein, einem Interview stellt.

Für diesen Dokumentarfilm erhielt Michael Moore weltweit Auszeichnungen auf Filmfestivals. So geschehen in Cannes und auch bei der diesjährigen Oscarverleihung, was viele im Hinblick auf den derzeitigen Krieg von Bush Junior gegen den Irak als nahezu unmöglich gehalten haben, wenn man die Unterdrückung der Gegenstimmen betrachtet. Der Betrachter möge im Hinterkopf behalten, das Bush eben aus genau der Ecke stammt, in der die Lobby der Waffenindustrie am stärksten ist. Welch Zufall...

Text: DZ

Spieltermin:
Dienstag, 29.04.2003 19:30 Uhr, Hörsaal 2006

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