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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Nocturnal Animals

Regie&Buch: Tom Ford Kamera: Seamus McGarvey Musik: Abel Korzeniowski Darsteller: Amy Adams, Jake Gyllenhaal Produktion: USA, 2016 Länge: 116 min. Fassung: DCP, En. OmU

Susan ist eine auffällige Erscheinung: sie hat rote Haare, schwarz lackierte Fingernägel, elegante, aber schlichte schwarze Kleidung, die irgendwie passt zu ihrem Dasein als erfolgreiche Galeristin in Los Angeles. Tagsüber ist sie umgeben von Extravaganzen, die Nächte verbringt sie meist schlaflos. Schon damals hat ihr erster Ehemann Edward sie deswegen ein nocturnal animal genannt. Das ist auch der Titel des Manuskripts, das Edward ihr nach 19 Jahren ohne Kontakt schickt. Dass sie die Quelle seiner Inspiration sei und ihre Meinung einholen wolle, schreibt er in der beigelegten Karte. Ihr jetziger Mann ist verreist, das Hauspersonal hat übers Wochenende frei. Allein in einem großen glasigen Haus voller ‚Kunstwerke‘ fängt sie also an zu lesen von Tony Hastings, der mit seiner Frau und seiner Tochter auf einem Wüstenhighway in Texas unterwegs ist, als die beiden Frauen mit auffällig roten Haaren entführt werden. Das Besondere an Nocturnal Animals sind die verschiedenen Erzählebenen, die zwar klar getrennt in Realität und Fiktion erscheinen, dennoch aber aufs Engste miteinander verwoben sind und in einem Spannungsverhältnis stehen, das stellenweise kaum auszuhalten ist. Damit gehört der Film zu den eher rar gesäten Werken, die für die Besonderheiten der Romanvorlage filmische Ausdrucksweisen finden, ohne dass die charakteristischen Eigenheiten des Buches verloren gehen.

Text: Nathalie Scheuer

Spieltermin:
Dienstag, 09.01.2018 20:00 Uhr, Hörsaal 2006
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(als .ics-Datei)

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