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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Safety Last

Lange Nacht des Slapsticks: mit Live-Vertonung von Günter A. Buchwald...

Regie: Fred C. Newmeyer, Sam Taylor Buch: H. M. Walker, Jean Havez, Harold Lloyd Kamera: Walter Lundin Darsteller: Harold Lloyd Produktion: USA, 1923 Länge: 73 min. Fassung: DCP, Stumm

Harold Lloyd zieht in die große Stadt, um dort genug Geld zu verdienen, um sich Ehe und Kinder leisten zu können. Stattdessen muss er sich mit einem kleinen Job als Verkäufer zufrieden geben und gerät nicht nur in allerlei haarsträubende Situationen, sondern zu allem Überfluss auch noch mit dem Gesetz aneinander.
Safety Last hat die zweifelhafte Ehre, für das wohl ikonischste Bild der Filgeschichte verantwortlich zu sein, welches Menschen für gewöhnlich im falschen Film verorten. Den von einem Uhrzeiger baumelnden Harold Lloyd für Charlie Chaplin in Modern Times zu halten, verortet Lloyd zwar korrekt im Kontext der ganz Großen der Stummfilmkom die (eigentlich nur Buster Keaton muss außer den beiden noch genannt werden), zeigt aber auch, wie stark die (natürlich nicht ganz unverdiente) Überhöhung Chaplins andere Koryphäen dieses Fachs in der kollektiven Erinnerung über die Maßen hat verblassen lassen. Dabei ist es Lloyds Kassenschlager, den das Amerikanische Filminstitut als ältesten Film überhaupt auf seine Liste “100 Years... 100 Thrills” gesetzt hat, mit der es Filme würdigt, denen es gelingt, mit ihrer Adrenalinhaltigkeit einen wahrhaft körperlichen Eindruck beim Publikum zu hinterlassen und die als solche die Filmgeschichte und das spätere Filmschaffen maßgeblich geprägt haben.

Text: Elmar Offenwanger

Spieltermin:
Donnerstag, 19.07.2018 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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