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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Mandy

Halloween Double-Feature

Regie: Panos Cosmatos Buch: Panos Cosmatos, Aaron Stewart-Ahn Kamera: Benjamin Loeb Musik: Jóhann Jóhannsson Darsteller: Nicolas Cage, Andrea Riseborough, Linus Roache Produktion: US, 2018 Länge: 121 min. Fassung: DCP, En. OmU

Im ländlichen Kalifornien des Jahres 1983 führt Holzfäller Red Miller (NC) mit seiner geliebten Mandy (AR) ein romantisches Leben zwischen Sternennächten und Horrorfilmen. Doch mit der Ankunft des Sektenführers Jeremiah Sand und seiner irren Anhänger bricht diese Idylle jäh in sich zusammen und räumt einem grotesken Alptraum aus Rache und Blut das Feld. Es gibt sicher zwei Arten, an Mandy heranzugehen. Man kann sich dem Film ganz zeitgemäß kühl-abgeklärt ironisch nähern und kommt dann voll auf seine Kosten, wenn sich – gerade in der zweiten Hälte – die aufgestaute Zügellosigkeit des unglaublichen Nicolas Cage in einer Weise entlädt, wie man sie selbst bei ihm nur selten erlebt hat. Absolut halloweenfeiertauglich. Man kann sich aber tatsächlich auch auf die emotionale Reise einlassen, die der Film seine Figuren in seiner unglaublich stimmungsvollen ersten Hälfte antreten lässt, um dann gemeinsam mit Red Miller völlig zerstört zu werden. Wie Cage diesen Mann dann wiederbelebt, indem er ihn hemmungslos mit seiner übermlebensgroßen Persona erfüllt und es ihm so ermöglicht, durch eine bildgewaltige Selbstüberbietungsorgie zu eskalieren, die selbst für Genrekenner einige Überschläge zu bieten hat, erschafft dann die Art Kino, wegen der man ins Kino geht.

Mandy lief auch vor begeistertem Publikum in Cannes. Eine zweite Meinung zum Film findet ihr deshalb bei unserer Cannes-Reihe.

Text: Elmar Offenwanger

Spieltermin:
Mittwoch, 31.10.2018 19:00 Uhr, Hörsaal 2006

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