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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Rafiki

Vorfilm: Demian in Zusammenarbeit mit dem freiburger film forum

Regie: Wanuri Kahiu Buch: Wanuri Kahiu, Jenna Bass Kamera: Christopher Wessels Darsteller: Samantha Mugatsia, Sheila Munyiva, Neville Misati, Nice Githinji Produktion: KE, 2018 Länge: 83 min. Fassung: DCP, OmU

Verlockend süßes, knallbunt gefärbtes Kaugummi aus Kindertagen, gemischt mit ein bisschen rosaroter Brille. So taucht man in die pulsierende Welt von Kena (SaM) und Ziki (ShM) ein, zweier junger, lebenshungriger Frauen, die im selben Viertel von Nairobi leben. Ihre Väter sind politische Konkurrenten, und trotzdem freunden sich die beiden Frauen an und verlieben sich schließlich ineinander. Die beiden wollen sich nicht verstecken, wollen das Leben in vollen Zügen genießen. In einem Land, in dem Homosexualität nach wie vor ein Tabuthema ist. Die beiden versuchen, sich nicht davon beeinflussen zu lassen, merken aber doch, dass sie der Gesellschaft, in der sie leben, nicht entfliehen können und mehr und mehr vor Hindernisse gestellt werden.

Basierend auf der Kurzgeschichte Jambula Tree der ugandischen Autorin Monica Arac de Nyeko, erzählt die Regisseurin Wanuri Kahiu diese einfühlsame Liebesgeschichte. Rafiki ist der erste kenianische Film, der bei den Filmfestspielen von Cannes gezeigt wurde, in Kenia allerdings zuerst verboten war. Erst nach einer Klage der Regisseurin durfte der Film eine Woche lang in einem Kino in Nairobi gezeigt werden. Rafiki ist einer der wenigen Filme aus und nicht nur über Afrika. Er schafft es, einen anderen, positiven Blick auf einen Kontinent zu zeigen, der so oft im Film ausschließlich mit Leid und Armut in Verbindung gebracht wird.

Text: Meret Wolf

Spieltermin:
Mittwoch, 24.04.2019 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

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