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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

28 Days Later

Regie: Danny Boyle Buch: Alex Garland Kamera: Anthony Dod Mantl Musik: John Murphy Darsteller: Cillian Murphy, Noah Huntley, Naomie Harris, Brendan Gleeson, Megan Burns, Christopher Eccleston Produktion: GB/USA, 2002 Länge: 112 min. Fassung: 35mm, DF

Jim(CM) wacht nach 28 Tagen aus dem Koma auf und findet sich in einer menschenleeren Stadt wieder. Schließlich stößt er auf Selena(NH) und erfährt, dass seit 28 Tagen ein Virus Menschen zu Zombies werden lässt. Weil die Stadt zu unsicher wird, fliehen die beiden zusammen mit zwei anderen Überlebenden zu einem Herrenhaus, in dem sich eine kleine Armeeeinheit verschanzt hat.

Danny Boyles (Trainspotting, Kleine Morde unter Freunden) Zombiefilm ist eine Hommage an George Romeros klassische Living Dead-Trilogie und zugleich intelligente Fortschreibung des gesellschaftskritischen Ansatzes, der Romeros Filme trotz Zensur zum festen Bestandteil der Filmgeschichte gemacht hat. Die grobkörnigen Bilder der Digitalkamera vermitteln ein düsteres, atmosphärisch dichtes Bild eines „sehr paranoiden Staates“ (Danny Boyle über seine englische Heimat) und das größte Grauen entspringt letztlich nicht den Virenbefallenen, sondern den entmenschlichten Mitmenschen im geschützten Militärlager. Boyle stellt die Frage nach dem Menschlichen im Menschen in extremen Situationen der Bedrohung. Angesichts der grassierenden Post-9-11-Paranoia stellt er damit eine hochaktuelle und brisante Frage. Neben der inhaltlichen Brisanz ist es aber vor allem die herausragende Ästhetik dieses Film, die einen gefangen nimmt und die 28 Days Later zu einem absoluten Muß für jeden Cineasten machen. Alleine die atemberauben Bilder des menschenleeren und totenstillen Londons lohnen einen Besuch.

Spieltermin:
Dienstag, 25.11.2003 19:45 Uhr, Hörsaal 2006

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