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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Der Stand der Dinge

Regie: Wim Wenders Buch: Wim Wenders, Robert Kramer Kamera: Henri Alekan, Martin Schäfer, Fred Murphy Musik: Jürgen Knieper Darsteller: Patrick Bauchau, Isabelle Weingarten, Rebecca Pauly, Jeffrey Kime, Geoffrey Carey, Camilla Mora, Alexandra Auder, Samuel Fuller, Roger Corman Produktion: D/USA, 1982 Länge: 120 min. Fassung: 35mm, OmU

Wenders hatte bereits mehrfach das Medium Film im Film zum Thema gemacht, als er 1982 mit dem Stand der Dinge sein Meisterstück ablieferte. Schon in Der amerikanische Freund (1977) hatte er alle Gangsterrollen mit Regisseuren besetzt (Wenders: „Sie sind die einzigen Gauner, die ich kenne (...), und verfügen über Leben und Tod ähnlich lässig wie die Mafia!“). Spätestens nach seinen alptraumhaften Erfahrungen bei der Produktion von Hammett zusammen mit Francis Ford Coppola, dessen Dreharbeiten sich vier Jahre hinzogen, bis schließlich der fast fertige Film nochmals komplett neu gedreht werden musste, wobei Wenders seinen Regiejob zweimal kündigte, um ihn dann mit völlig anderen Schaupielern zu vollenden, war ihm klar: Kein Abenteuer konnte größer sein als das Drehen eines Films!

Aus einer spontanen Idee, fast ohne Vorbereitungsphase und mit niedrigstem Budget (dennoch aber ständig vom finanziellen Zusammenbruch bedroht) drehte Wenders in Portugal einen melancholisch-schönen Film über eine Filmcrew, die einen seltsamen Zukunftsfilm drehen möchte, aber mangels finanzieller Unterstützung des verschollenen amerikanischen Produzenten die entstehende Wartezeit am Meer dazu verwendet, exzentrisch alle persönlichen Skurrilitäten zu pflegen. Schließlich macht sich der verzweifelte Regisseur (PB) auf den Weg in die USA, um den Produzenten (AG) zu suchen – doch der ist längst auf der Flucht vor der Mafia, den höchst unzufriedenen Geldgebern des Films. Dass er beim Portrait des irrwitzigen Produzenten Hammett und Coppola im Blick gehabt hätte, bestritt Wenders so energisch, dass es keinen Zweifel geben konnte. Der Film wurde Wenders bis dahin größter künstlerischer Erfolg und gewann auf dem Festival in Venedig den Goldenen Löwen.

Spieltermin:
Dienstag, 20.01.2004 19:30 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
Was ist Kino?
 Dienstag  13.01.2004  19:45 Uhr  DF  Fellinis Intervista
 Dienstag  20.01.2004  19:30 Uhr  OmU  Der Stand der Dinge
 Dienstag  27.01.2004  19:45 Uhr  OF  Adaption
 Dienstag  03.02.2004  19:45 Uhr  DF  Die amerikanische Nacht
 Dienstag  10.02.2004  20:00 Uhr  OmU  Die Verachtung
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