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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Tiger and Dragon

Originaltitel: Crouching Tiger, Hidden Dragon

Regie: Ang Lee Buch: Du Lu Wang Kamera: Peter Pau Musik: Tan Dun, Yo-Yo Ma Darsteller: Chow Yun-Fat, Michelle Yeoh, Zhang Ziyi, Chang Chen, Cheng Pei-Pei Produktion: Hongkong / Taiwan / USA, 2000 Länge: 120 min. Fassung: 35mm, OmU

Li Mu Bai (CYF) und Yu Shu Lien (MY) sind große Kämpfer, die sich ihre Liebe füreinander nicht eingestehen wollen. Des Kämpfens müde schenkt Li Mu Bai sein Schwert einem Freund, aus dessen Haus es sogleich gestohlen wird. Diebin ist die Gouverneurstochter Jen Yu (ZZ), deren Vermählung bevorsteht – obwohl sie einen anderen (CC) liebt. Jade Fox (CPP), die Mörderin von Li Mu Bais Lehrer, hielt sich zu dieser Zeit als Dienerin Jen Yus im Haus des Gouverneurs versteckt und unterrichtete dessen Tochter in der Kampfkunst. Li Mu Bai und Yu Shu Lien kämpfen nun um die Seele des Mädchens, und müssen sich dessen ungestümer Gewalt ebenso widersetzen wie der Tücke ihrer Lehrerin.
Wer diese Handlung für verwirrend hält, der hat noch nie einen wirklichen Kung-Fu-Film gesehen. Im Gegenteil zu den klassischen Vorbildern China Swordsman und Chinese Ghost Story setzt dieser Film kein tieferes Verständnis der chinesischen Literatur und Bildersprache voraus. Im Unterschied zu vielen anderen Werken erschließt sich die Handlung relativ leicht.
Auch die Besetzung ist überaus prominent: Chow Yun-Fat, der erste Superstar des Hongkong-Kinos, der in Fernost mit Meilensteinen wie God of Gamblers und A Better Tomorrow I-III Filmgeschichte schrieb; Kung-Fu-Meisterin Michelle Yeoh, im Westen bekannt aus James Bond – Tomorrow Never Dies, die zuvor in Filmen wie Wing Chun und Heroic Trio ihr Können unter Beweis stellte und Zhang Ziyi, seit Heimweg der große Nachwuchsstar des chinesischen Kinos, in einer Rolle, die sie weltweit bekannt machte.
Ein Regisseur aus Taiwan, Schauspieler aus China und Hongkong, dieser Film kann wirklich als “Made in Greater China” (siehe Chinareihe letztes Semester) bezeichnet werden. Ang Lees Meisterwerk hat bereits heute Filmgeschichte geschrieben: vier Oscars, die ersten für einen chinesischen Film überhaupt, der weltweit erfolgreichste chinesische Film aller Zeiten. Zwei herzergreifende Liebesgeschichten, eine Schurkin für die man Abscheu und Mitleid, zugleich empfindet, großartig choreographierte Kampfszenen, atemberaubende Landschaften: einen solchen Film hat der Westen noch nicht gesehen. DW

Spieltermin:
Dienstag, 16.10.2001 19:30 Uhr, Hörsaal 2006

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