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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Panzerkreuzer Potemkin

Originaltitel: Bronenosec Potjomkin

Regie: Sergej M. Eisenstein Buch: Sergej M. Eisenstein, Nina Agadshanowa-Schutko Kamera: Eduard Tissé Musik: Dr. Karol Rathaus, Kurt Schröder Darsteller: Alexandr Antonow, Grigori Alexandrow, Wladimir Barskij Produktion: UdSSR, 1925 Länge: 94 min. Fassung: 35 mm, OV/Stumm

Panzerkreuzer PotemkinRussland im Jahr 1905. Der russisch-japanische Krieg wirft seine Schatten auch auf die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer. Die Disziplin in Armee und Marine wird mit härtesten Maßnahmen aufrechterhalten. Doch unter den Matrosen des Panzerkreuzers „Fürst Potemkin“ herrscht wegen verdorbener Verpflegung starke Unzufriedenheit und Missstimmung, die plötzlich in einen Aufstand umschlägt. Der Kommandant und seine Offiziere reagieren, indem sie den Befehl erteilen, die Meuterer zu erschießen. Aber das Exekutionskommando weigert sich, den Befehl auszuführen, worauf ein brutaler und erbitterter Kampf zwischen der meuternden Besatzung und dem Führungsstab des Schiffes losbricht. Die Besatzung gewinnt den Kampf, die Offiziere gehen über Bord. Die Nachricht von der Meuterei verbreitet sich unter der Einwohnerschaft von Odessa wie ein Lauffeuer. Die revolutionäre Aktion findet bei der Bevölkerung eine euphorische Sympathie für die Sache der Matrosen. Die Menschen strömen in den Hafen von Odessa, um jenen durch die bloße Anwesenheit Unterstützung zu gewähren und für die gemeinsamen revolutionären Ziele zu demonstrieren. Sie versammeln sich auf der monumentalen Hafentreppe, die direkt zum Meer hinunter führt. Diese Treppe wird zum Schauplatz des grausamen Gegenschlags des Zaren-Regimes: In einer der wohl berühmtesten Sequenzen der Filmgeschichte zerschlagen regierungstreue Kosakentruppen den fröhlichen Menschenauflauf auf der Hafentreppe mit brutaler Gewalt.

Eisensteins Propaganda-Meisterwerk ging nicht nur wegen der berühmten „Treppenszene von Odessa“ in die Filmgeschichte ein, mit der Eisensteins Kunst der rhythmischen Montage Gegenstand filmischer Reflexion wurde. Bronenosec Potemkin war als Affront gedacht: gegen das dekadente, bourgeoise Kino, gegen das psychologisierende Seelendrama und die an den Theatertraditionen orientierten Literaturverfilmungen im Atelier. In jeder Hinsicht also ein Zeugnis ideologischer Gefechte auf der Leinwand.

Wir zeigen den Film übrigens in der Originalversion, also mit kyrillischen Zwischentiteln - die Handlung erschließt sich jedoch auch ohne Russisch-Kenntnisse.

Spieltermin:
Donnerstag, 07.07.2005 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
Drei Russische Filme
 Dienstag  05.07.2005  20:00 Uhr    Vater und Sohn
 Mittwoch  06.07.2005  19:45 Uhr    Vozvrashcheniye - Die Rückkehr
 Donnerstag  07.07.2005  20:00 Uhr  OV/Stumm  Panzerkreuzer Potemkin
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