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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Manche mögen's heiß

Originaltitel: Some Like It Hot

Regie: Billy Wilder Buch: Robert Thoeren, Michael Logan Kamera: Charles Lang Musik: Adolph Deutsch Darsteller: Marilyn Monroe, Tony Curtis, Jack Lemmon, George Raft, Pat O'Brien, Joe E. Brown Produktion: USA, 1959 Länge: 120 min. Fassung: 35mm, s/w, OmU

Manche mögen\'s heißBilly Wilder (eigentlich Samuel Wilder) war in Deutschland ausschließlich als Drehbuchautor tätig, ging nach der Machtübernahme Hitlers nach Hollywood und wurde wohl zum amerikanischsten aller ausgewanderten Filmemacher, was auch folgendes Zitat deutlich macht: "Amerikaner werden misstrauisch, wenn man nicht einer von ihnen werden will - im Gegensatz zu Franzosen, Engländern, Schweden und den meisten anderen Völkern, die es gerade misstrauisch macht, wenn man zu ihnen gehören möchte." (Quelle unbekannt)
Wilder erweist sich als Könner aller Genres, aber vor allem seine außergewöhnlichen Komödien machten ihn so überaus erfolgreich. Manche mögens heiß hebt sich dabei durch seinen Reichtum an spritzigen Dialogen deutlich von allen seinen Komödien ab, dabei findet sich auch hier in seichter Lubitscher Manier wie in vielen seiner Komödien etwas Gesellschaftskritik.
Der Saxophonist Joe (TC) und der Bassist Jerry (JL) werden bei ihrer Suche nach einer neuen Anstellung als Musiker in einer Garage Zeugen einer Erschießung von Spitzeln und geraten dadurch ins Visier eines Gangsterbosses im Chicago der Prohibitionszeit. Sie können abhauen und nutzen die Chance, in einer Damenkapelle unterzutauchen. Damit sie angenommen und gleichzeitig von niemandem erkannt werden, schlüpfen sie kurzerhand in Frauenkleider. Auf der Fahrt nach Florida verliebt sich Joe/Josephine in die Sängerin und Ukulele-Spielerin Sugar Kane (MM). In Florida angekommen bittet er dann Jerry/Daphne, ihn bei seinen Annäherungen an Sugar zu unterstützen. Doch es erweist sich als schwierig, den Spagat zwischen den Geschlechtern hinzubekommen und sich gleichzeitig vor den Gangstern zu verstecken...
Dieses unglaubliche Verwirrspiel, das hervorragend mit den Unterschieden der Geschlechter spielt, ist eine knallharte Persiflage auf Gangsterfilme und Melodramen und ist so temporeich, dass man kaum zum Atmen kommt. Die drei HauptdarstellerInnen brillieren dabei in ihren Rollen, dass es eine Freude ist, zuzusehen. Die gekonnte Mischung aus Slapstick, Situationskomik und zweideutigen Dialogen lassen zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen, so wird demzufolge die wahrscheinlich berühmteste Schlussszene der Filmgeschichte, in der sich Joe und Jerry demaskieren, auch schlicht beantwortet: "Niemand ist vollkommen."

Spieltermin:
Mittwoch, 21.12.2005 19:30 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
Exilregisseure in Hollywood
Lubitsch, Zinnemann und Wilder
 Dienstag  06.12.2005  20:15 Uhr    Vortrag: Über Hitler lachen ?
 Mittwoch  07.12.2005  19:45 Uhr    Sein oder nicht sein
 Mittwoch  14.12.2005  20:00 Uhr    Zwölf Uhr mittags
 Mittwoch  21.12.2005  19:30 Uhr  OmU  Manche mögen's heiß
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