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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Happiness

Regie&Buch: Todd Solondz Kamera: Maryse Alberti Musik: Robbie Kondor Darsteller: Jane Adams, Dylan Baker, Lara Flynn Boyle, Ben Gazzara, Philip Seymour Hoffman, Cynthia Stevenson Produktion: USA, 1998 Länge: 139 min. Fassung: 35mm, OV

HappinessTodd Solondz' hoch gelobte schwarze Drama-Komödie Happiness, die von ihrem Ansatz her sehr an American Beauty erinnert, ist eine zum Nachdenken anregende Ergründung des Lebens des amerikanischen Mittelstandes und des Elendes und der Unzufriedenheit, die hinter dem Schein der Normalität lauert. In Happiness begegnen wir Joy (JA), deren Liebesleben unbefriedigend ist und deren zwei romantische Beziehungen fürchterlich schief gehen. Die eine endet in einem Selbstmord und die andere mit einem Raub. Wir treffen Allen (PSH), der sich in seiner Freizeit als obszöner Anrufer betätigt und seinem Therapeuten über seine pornographischen Sexualphantasien erzählt. Der Therapeut namens Bill (DB) langweilt sich während der Sitzungen und, wie wir später erfahren, verbirgt einen Appetit auf kleine Jungen. Wir treffen die zwei Schwestern von Joy, Trish (CS) und Helen (LFB). Trish ist eine vergnügte Hausfrau und Bills Ehefrau, die nichts von seiner Päderastie erahnt. Helen ist sexy und eine erfolgreiche Autorin, die jeden Mann haben könnte, will aber eigentlich keinen. Und wir treffen noch mehr unglückliche und verschrobene Leute, die sich alle bemühen, den Schein der Normalität aufrechtzuerhalten. Hervorragend hält Solondz in Happiness das Gleichgewicht zwischen Komödie und Tragödie den ganzen Film hindurch. Er balanciert bravourös auf einem schmalen Grat, wäre er nur ein wenig mehr in die eine oder die andere Richtung getreten, wäre er abgestürzt. Doch so funktioniert alles ausgezeichnet auf zwei Ebenen: Scheinbar witzige Ereignisse und Dialoge sind in der Tat gruselig tragisch, wohingegen erschütternde Szenen sich durch eine unwiderstehliche Unterströmung von Humor auszeichnen. Happiness ist mit seinem brisanten Inhalt nicht immer angenehm anzuschauen, aber desto effektiver stellt er dar, wie die Bosheit mit unserer beharrlichen Suche nach Glück einhergeht. Geprägt von dem schwarzen Humor, der sich durch den gesamten Film zieht, lässt der Film seine Zuschauer verstört, verblüfft... und fasziniert.

Spieltermin:
Dienstag, 10.01.2006 19:00 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
Jenseits von Hollywood
Amerikanische Indie Hits
 Dienstag  10.01.2006  19:00 Uhr  OV  Happiness
 Donnerstag  12.01.2006  20:00 Uhr  OmU  Elephant
 Dienstag  17.01.2006  20:00 Uhr    The Station Agent
 Mittwoch  18.01.2006  20:00 Uhr  OmU  The Woodsman
 Dienstag  24.01.2006  19:45 Uhr    Garden State
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