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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Rocky

Regie: John G. Avildsen Buch: Sylvester Stallone Kamera: James Crabe Musik: Bill Conti Darsteller: Sylvester Stallone, Talia Shire, Burt Young, Burgess Meredith, Carl Wheathers Produktion: USA, 1976 Länge: 118 min. Fassung: 35mm

Die Geschichte des fiktiven Boxers Rocky (SyS) ist untrennbar verbunden mit der vom Aufstieg des Aussenseiters Sylvester Stallone. Geboren 1946 als Sohn eines sizilianischen Einwanderers und einer Revuetänzerin erlebte Sylvester Gardenzio Stallone die alltägliche Gewalt in New Yorks Elendsvierteln, genau wie sein Alter Ego Rocky. Vom gewalttätigen Vater geschlagen, von der Mutter ignoriert, entwickelte sich der schmächtige Sylvester zu einem ängstlichen Jungen mit einem Sprachfehlers (wegen einer leichten Lähmung der linken Gesichtshälfte), der in der Schule gehänselt wurde. Der schwächliche Außenseiter wurde häufig verprügelt und flüchtete sich in die Welt der Comics (Superman liebte er über alles) und des Kinos. Vom ersten College flog er wegen einer Prügelei, im nächsten übernahm er kleine Rollen im Schultheater. Er interessierte sich für Literatur und entdeckte den Sport. Nach der Schulzeit schrieb Stallone erfolglos ein Drehbuch nach dem anderen, jobte als Türsteher, Pizzabäcker, Löwenkäfigreiniger, Fischverkäufer... . Niemand wollte seine Drehbücher kaufen, aber bald bekam er erste Rollen: in Amateurfilmen, Softpornos und kleinen Theaterproduktionen, ab 1974 auch Nebenrollen in Hollywood. Als Sylvester 1975 die TV-Übertragung eines WM-Kampfes von Muhammad Ali sieht, ist er begeistert und beginnt sofort mit einem neuen Drehbuch: Die Geschichte eines Boxers und seines Weges aus miesesten Verhältnissen bis an die Spitze. Sein Name: Rocky.
Nach drei Monaten ist das Drehbuch fertig. United Artists will es kaufen und mit Burt Reynolds, Robert Redford oder Paul Newman verfilmen. Sie bieten 350.000 für das Drehbuch ? aber Stallone stellt eine Bedingung: Er will die Figur des Rocky selbst spielen. Sie einigen sich: Nur 20.000 fürs Drehbuch und dafür das Risiko, die Hauptrolle mit dem völlig unbekannten Stallone zu besetzen (der aber abgesetzt werden darf, wenn er ?filmisch nicht gut rüberkommt?!).
Der Film wurde ein märchenhafter Erfolg und spielte statt der erhofften 5 Millionen Dollar in den USA über 112 ein. Er bekam Oscars für den besten Film, die beste Regie und den besten Schnitt sowie Nominierungen wie bester Darsteller und bestes Drehbuch. Der Filmdienst lobte die Geschichte des Underdogs, ?der durch Zähigkeit, Mut und Naivität die soziale Hierarchie auf den Kopf stellt?. Die Fortsetzungen dagegen konnten die überzeugende Charakterzeichnung und die authentische Beschreibung des Milieus nie mehr erreichen.

Spieltermin:
Donnerstag, 24.01.2002 19:30 Uhr, Hörsaal 2006

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