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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Der Räuber Hotzenplotz

Regie: Gustav Ehmck Buch: Ottfried Preußler Kamera: Hubert Hagens Musik: Eugen Thomas Darsteller: Gert Fröbe, Josef Meinrad, Lina Carstens, Rainer Basedow Produktion: Deutschland, 1973 Länge: 109 min. Fassung: 35mm

Der Räuber HotzenplotzWas haben der Schurke Goldfinger aus dem gleichnamigen James Bond Film und der Räuber Hotzenplotz gemeinsam? In beiden Rollen glänzt Gert Fröbe als grobschlächtiger Bösewicht, und beweist, dass eine gewisse Bauernschläue sich bewährt. Während er es in seiner Begegnung mit dem britischen Geheimagent auf die Goldvorräte von Fort Knox abgesehen hat, ist es in diesem Kinderfilmklassiker Großmutters Kaffeemühle, die er in Gestalt des Räuber Hotzenplotz in seine Gewalt bringen möchte. Zehnmal schlauer als die Polizei treibt der Räuber rund um das Städtchen Eschenbach sein Unwesen, dem der örtliche Gesetzeshüter Dimpflmoser, gespielt von Rainer Basedow, kaum etwas entgegenzusetzen hat. Da müssen erst Kasperl und Seppel im "Geheimdienst ihrer Großmutter" auf den Plan treten, um der alten Dame ihre Kaffeemühle zurück zu holen und den Räuber dingfest zu machen. Dabei bekommen sie es leider auch noch mit dem großen und bösen Zauberer Petrosilius Wackel - Pardon! - Zwackelmann zu tun, welcher weder vor Menschenhandel noch Feen-Verzauberungen zurückschreckt. Der schon aus "Sissi" bekannte Theater- und Filmschauspieler Josef Meinrad gibt dabei dem Magiebegabten gekonnt eine diabolische Note. Gustav Ehmcks Mischung aus Kinderbuchverfilmung, Kasperl-Theater und Bauernschwank überzeugt vor allem durch liebevolle Charaktere und einen unverkennbaren Retro-Stil. Wer möchte sich da nicht wieder in unschuldige Kindertage und eine Räubergeschichte versetzt fühlen, die höchstens mittels Liedeinlagen der Münchner Songspielgruppe ab und an die Nerven strapaziert? So mögen hoffentlich nicht erst schwarze Künste davon überzeugen, dass "Der Aka-Ausweisbesitzer, er finde sich ein, denn wo noch für ihn Karten zu haben, da soll er auch selber sein..."

Text: Adrian Gillmann

Spieltermin:
Freitag, 13.01.2006 19:30 Uhr, Hörsaal 2006

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