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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Der Maschinist

Originaltitel: El Maquinista / The Machinist

Regie: Brad Anderson Buch: Scott Kosar Kamera: Xavi Gimenez Musik: Roque Banos Darsteller: Christian Bale, Jennifer Jason Leigh, Aitana Sanchez-Gijon, John Sharian, Michael Ironside Produktion: Spanien/USA, 2003 Länge: 102 min. Fassung: 35mm, DF

Der MaschinistJeder, der einmal ein paar Tage nicht geschlafen hat, kennt das Gefühl. Die Wahrnehmung verändert sich, das Leben scheint seltsam verzerrt in Zeitlupe vorbeizuziehen. Der Maschinist Trevor Reznick (CB) lebt diesen Alptraum Tag für Tag. Seit einem Jahr kann er nicht mehr schlafen. Man sieht es ihm an, mit 55kg Körpergewicht, eingefallenem Gesicht und fahler Haut ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Halt findet er bei der Prostituierten Stevie (JJL). Zwischen ihr und ihrem Stammkunden Trevor hat sich eine fast normale Beziehung entwickelt. Ihre Tür steht ihm immer offen, mit ihr kann er über seine Probleme reden. Außerhalb dieser heilen Welt gerät sein Leben immer mehr aus den Fugen: Ein neuer Kollege, Ivan (JS), taucht auf, ein fleischgewordener Koloss mit fiesem Grinsen und feuerrotem Wagen. Er ist schuld daran, dass Trevor einen folgenschweren Arbeitsunfall verursacht, bei dem ein Kollege seinen Arm verliert. Von nun an wenden sich seine Kollegen von ihm ab, sie halten ihn für verrückt oder drogenabhängig, da ein neuer Mitarbeiter garnicht existiert. In Trevors Wohnung tauchen rätselhafte Notizen mit Galgenmännchen auf. Jemand spielt ein perfides Spiel mit ihm. Ist es Ivan? Und welche Rolle spielt die Kellnerin Marie (ASG), bei der er seine schlaflosen Nächte im Flughafenbistro verbringt? Trevor macht sich auf die Suche nach der Lösung und beginnt eine Reise, in der Realität und Wahrnehmung mit seiner Vergangenheit zu einem undurchsichtigen Geflecht verwoben werden. Christian Bale geht mit seiner Darstellung von Trevor Reznick an die Grenze des Machbaren. Der Darsteller aus American Psycho und Batman Begins verlor für diesen Film fast 30 kg Gewicht. Es fällt streckenweise schwer, ihm zuzusehen, doch das macht Trevors Leiden auf eindrucksvolle Weise für den Zuschauer erlebbar.

Text: Christoph Weber

Spieltermin:
Freitag, 26.05.2006 19:15 Uhr, Hörsaal 2006

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