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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Der Zauberer von Oz

Originaltitel: The Wizard of Oz

Regie: Victor Fleming Buch: Noel Langley, Florence Ryerson und Edgar Allen Woolf nach dem Roman von L. Frank Baum Kamera: Harold Rosson Musik: Harold Arlen Darsteller: Judy Garland, Frank Morgan, Ray Bolger, Bert Lahr, Jack Haley, Billie Burke, Margaret Hamilton Produktion: USA, 1939 Länge: 101 min. Fassung: 35mm, OmU

Der Zauberer von OzDie kleine Dorothy ist todunglücklich. Auf ihrer Heimatfarm in Kansas versteht sie keiner und die böse Nachbarin will Dorothys Hund Toto einschläfern lassen. Manchmal wünscht sie sich in ein anderes Land, weit weg, hinter dem Regenbogen. Ihr Traum soll Wirklichkeit werden. In einem Wirbelsturm wird sie mitsamt ihrem Haus fortgetragen und landet im Lande Oz, (un)glücklicherweise auf der bösen Hexe aus dem Osten. Sofort ist es ihr einziger Wunsch, wieder nach Kansas zurückzukehren. Da diesen Wunsch nur der große und mächtige Zauberer von Oz erfüllen kann, macht sie sich auf, um eine Audienz bei ihm zu bekommen. Auf dem Weg schließen sich ihr drei arme Seelen an, in der Hoffnung, der Zauberer könne auch ihnen helfen. Die Vogelscheuche, die kein Gehirn hat, der Blechmann, der kein Herz hat, und der Löwe, der keinen Mut hat. Doch bevor sie den Zauberer von Oz erreichen, müssen sie noch die böse Hexe aus dem Westen besiegen, die Rache nehmen will für ihre verstorbene Schwester.

Man kann sich fragen, warum Dorothy wohl das triste, schwarz-weiße Kansas dem quietschbunten Technicolor-Wunderland vorzieht. Aber nur auf den ersten Blick ist dieses Wunderland wirklich der Traum eines jeden Menschen. Denn alles was hier bunt und schön ist, ist auch genauso unecht. Die Blumen sind aus Plastik, der Horizont ist gemalt. Selbst der große Mythos des Zauberers von Oz scheint falsch zu sein. Außerdem ist das Wunderland eine Medaille mit zwei Seiten. Denn überall, wo das Gute hier herrscht, ist das Böse nicht weit und genauso eng mit diesem Land verknüpft. Diese Zweischneidigkeit des Wunderlands wurde später von David Lynch im Film Wild at Heart aufgegriffen und zum Leitthema erhoben. Leider können wir diesen Film nicht zeigen, da er in Deutschland schon seit einigen Jahren keinen Kinoverleih mehr hat. Ich rate aber jedem den Weg in die Videothek, um den Vergleich zwischen den beiden Filmen selbst zu ziehen.

Es handelt sich beim Wizard of Oz um eine neue Kopie. Es bietet sich hier also die einmalige Gelegenheit, dieses Technicolor-Meisterwerk in all seiner ursprünglichen Farbenkraft auf der großen Leinwand zu sehen. Lasst sie euch nicht entgehen!

Text: Jens Cram

Spieltermin:
Dienstag, 18.07.2006 19:45 Uhr, Hörsaal 2006

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