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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Das Meer in mir

Originaltitel: Mar Adentro

Regie: Alejandro Amenábar Buch: Alejandro Amenábar, Mateo Gil Kamera: Javier Aguirresarobe Musik: Alejandro Amenábar Darsteller: Javier Bardem, Belén Rueda, Lola Dueñas, Mabel Rivera, Celso Bugallo, Clara Segura Produktion: E/F/I, 2004 Länge: 125 min. Fassung: 35 mm, OmU

Das Meer in MirEs ist früh am Morgen. Ramón (Javier Bardem) wacht auf, steht auf, nimmt Anlauf, springt aus dem Fenster und... fliegt! Er fliegt über den kleinen Bauernhof seines Bruders und die galizischen Flüsse. Er schwebt über Täler und Hügel, hinaus aufs Meer. Sein geliebtes Meer... Doch all dies ist nur ein Traum, denn Ramón, der das Meer so sehr liebt, ist seit einem Badeunfall vor 27 Jahren vom Hals ab gelähmt. Und seit diesem Tag möchte er sterben. Aber für den Tod würde er Hilfe brauchen – doch die verweigern ihm der Staat und die Kirche. Ramón ist jedoch entschlossen, nicht aufzugeben. „Das Meer in mir“ beruht auf dem authentischen Fall des Spaniers Ramón Sampedro, der öffentlich für das Recht auf einen selbstbestimmten Tod kämpfte. Nicht nur sein couragierter Feldzug bis vor das oberste spanische Gericht, sondern auch sein 1996 erschienenes Buch „Cartas desde el infierno“ (Briefe aus der Hölle), lösten kontroverse Debatten über die Sterbehilfe aus. Mit großer Sensibilität nähert sich der spanische Regisseur Alejandro Amenábar (The Others) diesem brisanten Thema. Einerseits versucht er dem Publikum begreifbar zu machen, warum Ramón unbedingt sterben möchte, andererseits verschließt er sich pauschalen Urteilen. Mit Javier Bardem (Before Night falls) fand er einen brillanten Darsteller. „Das Meer in mir“ ist ein herausfordernder Film über die Liebe, das Leben und den Tod. Spätestens wenn das qualvolle, schonungslose Ende gekommen ist, drängen sich dem Zuschauer Fragen auf, die sich nicht mit richtig oder falsch beantworten lassen. Das bewegende Drama wurde nicht nur in Europa mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet (so beim Filmfestival von Venedig und beim Europäischen Filmpreis), sondern gewann auch den Oscar als Bester fremdsprachiger Film.

Spieltermin:
Donnerstag, 26.10.2006 19:30 Uhr, Hörsaal 2006

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