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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Solaris

Regie&Buch: Steven Soderbergh Kamera: Peter Andrews Musik: Cliff Martinez Darsteller: George Clooney, Natascha McElhone, Viola Davis, Jeremy Davies, Ulrich Tukur Produktion: USA, 2002 Länge: 98 min. Fassung: 35 mm, OmU

SolarisAlarmiert vom Hilferuf seines Freundes Dr. Gibarian (UT) begibt sich Dr. Chris Kelvin (GC) zur Raumstation auf dem Planeten Solaris, um nach dem Rechten zu sehen. Ihn erwartet schauderhaftes: Der Großteil der Besatzung ist tot, auch Gibarian hat sich inzwischen das Leben genommen, und die einzigen noch Lebenden Dr. Gordon (VD) und Dr. Snow (JD) scheinen verrückt geworden zu sein. Schon bald erfährt Kelvin am eigenen Leib, was sie so außer Fassung gebracht hat – seine große Liebe Rheya (NE), die vor Jahren Selbstmord begangen hat, sitzt plötzlich in seinem Zimmer. Emotional überfordert, versucht Kelvin sich ihrer zu entledigen, doch egal, was er tut – sie taucht wieder auf. Von den anderen beiden Wissenschaftlern erfährt er, dass der Ozean auf Solaris körperliche Manifestationen des Unterbewussten generiert. Und auf einmal tritt für Kelvin seine eigentliche Mission in den Hintergrund und er erkennt die einmalige Gelegenheit, seiner gescheiterten Liebe eine zweite Chance zu geben – sei es auch nur mit dem Abbild von Rheya.

Diese Neuverfilmung des Tarkowskij-Klassikers von 1972 ist ein Sci-Fi-Meisterwerk, das den Vergleich mit Kubricks 2001 nicht zu scheuen braucht. Einerseits kann man Solaris als berührende Liebesgeschichte sehen, andererseits stellt der Film in seiner Tiefgründigkeit die Grundfrage der Philosophie nach dem Verhältnis von Ideellem und Materiellem. Regisseur Soderbergh versteht es bestens, mit diesen Ebenen zu spielen und gibt dem Film am Ende sogar noch eine überraschende Wendung, die den Zuschauer an allem zweifeln lässt, was er bis dahin als selbstverständlich hinnahm. Insofern ist Solaris, mit einem glänzenden George Clooney in einer seiner ungewöhnlichsten und anspruchsvollsten Rollen und einem ebenso genialen Jeremy Davies an seiner Seite. Ein wunderbares Beispiel für die Filmkunst an sich, in der letztlich alles Manipulation und Illusion ist, wie auch für die Philosophie, deren erstes Prinzip der Zweifel am Gegebenen ist.

Spieltermin:
Mittwoch, 13.12.2006 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
George Clooney
Der janusköpfige George
 Mittwoch  29.11.2006  20:00 Uhr  OmU, s/w  Good Night, and Good Luck
 Mittwoch  06.12.2006  19:30 Uhr  OV  Syriana
 Mittwoch  13.12.2006  20:00 Uhr  OmU  Solaris
 Mittwoch  20.12.2006  19:30 Uhr  DF  Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind
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