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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Der Tod und das Mädchen

Originaltitel: The Death and the Maiden

Regie: Roman Polanski Buch: Rafael Yglesias, Ariel Dorfman Kamera: Tonino Delli Colli Musik: Wojciech Kilar Darsteller: Sigourney Weaver, Ben Kingsley, Stuart Wilson, Krystia Mova Produktion: GB/F, 1994 Länge: 103 min. Fassung: 35mm, 35 mm, OF

Die faszinierende Konstellation des Films ist wie folgt:
Irgendwo in Lateinamerika, kurz nach der Diktatur, ein einsames kleines Haus. Eine Frau (SiW) erwartet ihren Mann (StW), er kommt spät, eine Panne, jemand hat geholfen. Als Pauline die Stimme des Samariters hört, greift sie zur Pistole: Sie glaubt die Stimme jenes Arztes (BK) zu erkennen
, der sie damals mit verbundenen Augen nackt unterm Neonlicht liegend, gefoltert und vergewaltigt hat - mit seinem Körper, mit Eisenstäben und mit Strom. Und der dabei Musik von Schubert hörte.
Die Parabel auf den Umgang mit der Vergangenheit ist die politische und ästhetische Bedingung der Geschichte. Wir werden nie erfahren, ob der Arzt der Zyniker aus dem Keller war, ebensowenig wie Pauline.
Die zweite Dimension des Films ist die „Fassbarmachung“ der Folter: Welche Mechanismen treten auf? Wie ist das Verhältnis von Folterer zu Gefoltertem? Spielt es für die Legitimierung überhaupt eine Rolle? Wo bleiben die Grundlagen menschlichen Handelns - Emotionalität und Kausalität?

Spieltermin:
Dienstag, 30.10.2001 19:45 Uhr, Hörsaal 2006

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