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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Die Spur des Falken

Originaltitel: The Maltese Falcon

Anlässlich des 50. Todestages von Humphrey Bogart

Regie: John Huston Buch: John Huston nach dem Roman von Dashiell Hammett Kamera: Arthur Edeson Musik: Adolph Deutsch Darsteller: Humphrey Bogart, Mary Astor, Jerome Cowan, Peter Lorre Produktion: USA, 1941 Länge: 101 min. Fassung: 35 mm

Eine geheimnisvolle, attraktive Frau (MA), die sich als Ruth Wonderly vorstellt, beauftragt Privatdetektiv Sam Spade (HB) und seinen Partner Miles Archer (JC), einen Mann namens Thursby zu beschatten. Dieser sei der Liebhaber ihrer Schwester, um die sie sich sorge. Miles nimmt den Job an. Doch noch in der selben Nacht wird er erschossen. Als auch Thursby ermordet aufgefunden wird, gerät Spade selbst unter Verdacht. Er sucht seine Auftraggeberin auf und findet heraus, dass sie ihn über ihre wahre Identität im Unklaren gelassen hat. Zur Rede gestellt rückt sie mit der Wahrheit nur ansatzweise heraus. Spades Misstrauen ist geweckt und er ermittelt auf eigene Faust weiter. Nach und nach entdeckt er, dass der ganze Fall mit einer mysteriösen Statue eines Falken zusammenhängt. Hinter ihr jagen auch der Gauner Joel Cairo, der Revolvermann Wilmer Cook und der sinistre Gangsterboss Kasper Gutman, alias „Fatman“, her, die Spades Weg bei seinen Nachforschungen kreuzen.

Die literarische Vorlage zu Der Spur des Falken lieferte der Schöpfer des modernen, amerikanischen Kriminalromans („hard boiled novel“) Dashiell Hammett (1894-1961) mit seiner Detektivgeschichte „The Maltese Falcon“. Hollywood-Legende John Huston (1906-1987) adaptierte sie für die Leinwand. Mit seinem Regiedebüt schuf er einen, wenn nicht den Klassiker des Detektivfilms und prägte die Stilrichtung des „Film Noir“ entscheidend. Vom deutschen Expressionismus inspirierte, vom Spiel mit Licht und Schatten geprägte Einstellungen zeichnen das Bild einer düsteren und korrupten Großstadt. Die von überraschenden Wendungen geprägte rätselhafte Story zieht den Zuschauer von der ersten Minute an in ihren Bann. Dreh- und Angelpunkt des Films ist jedoch Humphrey Bogart als ambivalenter Anti-Held. Denn Spade ist zwar einerseits ein Mann mit Prinzipien, auf der anderen Seite aber auch ein undurchsichtiger Zyniker. Bogart, der zuvor hauptsächlich Schurken verkörperte, übernahm einen Part, der zu seiner Paraderolle werden sollte und ihn zum Star machte. Die Spur des Falken ist ein Klassiker, den Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet!

Text: Alexander Sigelen

Spieltermin:
Dienstag, 05.06.2007 19:45 Uhr, Hörsaal 2006

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