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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Das Fest

Originaltitel: Festen

Regie&Buch: Thomas Vinterberg Kamera: Anthony Dod Mantle Musik: Morten Holm Darsteller: Ulrich Thomsen, Henning Moritzen, Thomas Bo Larsen, Birthe Neumann, Paprika Steen, Trine Dyrholm, He Produktion: Dk, 1997 Länge: 106 min. Fassung: 35mm, OmU

Am 60. Geburtstag des Familienpatriarchen Helge Klingenfeldt (HM) offenbaren sich langsam die Spannungen, die die scheinbar intakte Familie innerlich zerrüttet und ihre Mitglieder psychisch zerstört und im Fall der Tochter Linda gar in den Tod getrieben haben. Helges Sohn Christian (UT) entlarvt seinen Vater in einer ganz gewöhnlich beginnenden Tischrede. Ohne mit der Wimper zu zucken, berichtet er den irritierten Gästen, dass der Vater ihn und seine Zwillingsschwester Linda jahrelang sexuell missbraucht hat. Helge dementiert, doch zum Schluss verliert er sein Gesicht. Auch Helges Frau verliert ihre Glaubwürdigkeit. Für Vinterberg ist dabei das Thema nur der Anlass für die Demontage der Familienfassade. Er unterlässt bewusst eine moralisierende Wertung der Figuren, die allesamt ihre dunklen Seiten haben.
Dem Dogma-Gelübde entsprechend mit der Handkamera gefilmt und immer nahe an den Personen bleibend, zieht Festen den Zuschauer in das Geschehen hinein. Oft scheint die Kamera den Überblick zu verlieren, wie die Tischgesellschaft von den Ereignissen überrumpelt, und wird Teil des Spiels. Die radikale Inszenierung lässt den Film fast zur Dokumentation der Dreharbeiten werden.

Spieltermin:
Dienstag, 11.12.2001 19:30 Uhr, Hörsaal 2006

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