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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Paris, Texas

Regie: Wim Wenders Buch: Sam Shepard Kamera: Robby Müller Musik: Ry Cooder Darsteller: Harry Dean Stanton, Natassja Kinski, Dean Stockwell, Aurore Clément, Hunter Carson, Bernhard Wicki, John Lurie Produktion: D/F/GB, 1984 Länge: 145 min. Fassung: 35 mm

Paris, TexasVier Jahre lang hatte sich Travis (HDS) in „Devil’s Graveyard“ zurückgezogen, eine riesige zerklüftet Steinwüste in Texas. Als einsamen Wanderer sieht man ihn am Anfang des Films, der halb verdurstet vom Arzt Ulmer (BW) nur langsam wieder zum Leben erweckt werden kann. Und auch seinem Bruder (DS) gelingt es kaum, zum stummen und scheinbar gedächtnislosen Travis Kontakt aufzubauen. Dessen Familie hatte seinen inzwischen siebenjährigen Sohn Hunter (HC) bei sich aufgenommen, nachdem Travis vermisst gemeldet worden war. Sie beide treffen zusammen, und nur langsam weicht dem anfänglichen Misstrauen Hunters etwas Vertrauen zu dem ihm fremden Vater. Zusammen brechen sie zu einer abenteuerlichen Reise durch den Südwesten der USA auf, um seine in Houston lebende Mutter (NK) zu finden.

Mit diesem vielfach ausgezeichneten Film, der unter anderem die Goldene Palme in Cannes gewann, setzte Wenders nicht nur eine Referenz an John Fords Western-Meilenstein The Searchers (Der schwarze Falke), sondern schuf auch ein eindringliches Drama um Mitmenschlichkeit und die Möglichkeit und Unmöglichkeit von Liebe. Getrieben von einem letzten Fünkchen Hoffnung auf Sühne und Vergebung früherer Schuld öffnet sich Travis, einer der drei Helden des Films, seinem Sohn. Und in wunderbarer Weise findet Wenders für die tragische Geschichte dieser zerrissenen Familie einen Abschluss, der etwas Hoffnung erlaubt.

"Tatsächlich hat Wim [Wenders] gemeinsam mit seinem Freund und Drehbuchautor Sam Shepard, mit den großartigen Hauptdarstellern Nastassja Kinski und Harry Dean Stanton, der grandiosen Musik von Ry Cooder und der atemberaubenden Kamera von Robby Müller ein Meisterwerk geschaffen. Dies ist wahrscheinlich das außergewöhnlichste Werk europäischer Filmkunst, das je in Amerika [...] realisiert wurde." (Dieter Kosslick, Süddeutsche Zeitung 2005)

Text: Hinnerk Feldwisch-Drentrup

Spieltermin:
Mittwoch, 14.11.2007 19:15 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
In Angels he Trusts
Wim Wenders
 Mittwoch  24.10.2007  19:30 Uhr    Alice in den Städten
 Mittwoch  31.10.2007  19:30 Uhr  teilw. s/w   Der Himmel über Berlin – Wings of Desire
 Mittwoch  07.11.2007  19:00 Uhr  teilw. s/w   In weiter Ferne, so nah!
 Mittwoch  14.11.2007  19:15 Uhr    Paris, Texas
 Mittwoch  21.11.2007  19:30 Uhr    Land of Plenty
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