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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Mein Schulfreund

Regie: Robert Siodmak Buch: Robert A. Stemmle, Vorlage: Johannes Mario Simmel Kamera: Helmuth Ashley Musik: Raimund Rosenberger Darsteller: Heinz Rühmann, Loni von Friedl, Robert Graf, Alexander Kerst, Ernst Schröder, Mario Adorf Produktion: BRD, 1960 Länge: 94 min. Fassung: DVD, s/w

Mein SchulfreundDer Geldbriefträger Ludwig Fuchs (HR), der mit seiner Tochter Rosi (LvF) zusammen in einer kleinen Wohnung lebt, bittet in den Wirren des Zweiten Weltkrieges seinen alten Schulfreund brieflich um Hilfe. Der Schulfreund hat einen Namen: Hermann Göring, nach Adolf Hitler der mächtigste Mann in Deutschland. Er soll sich für das Ende des Krieges einsetzen. Natürlich bleibt der Brief nicht ohne Konsequenzen: zwei NS-Offiziere, der eine ein ehemaliger Künstler (AK), der andere Soldat (ES), lesen den Brief bevor er zu Göring gelangen kann. Als Folge wird Fuchs interniert, wo er auf den Mörder Niedermoser (MA) trifft, der versucht, sich durch Unzurechnungsfähigkeit zu retten, und einem psychiatrischen „Gutachten“ unterzogen. Allerdings hat Göring selbst das Ergebnis der Untersuchung bereits vorschreiben lassen. Fuchs wird nach Artikel 51 für verrückt und damit straffrei erklärt.

Nach Kriegende versucht Fuchs im normalen Leben wieder Fuß zu fassen. Da er aber als „geistig erkrankt“ gilt bzw. immer noch den sogenannten „Jagdschein“ besitzt, muß er sehr viele Unannehmlichkeiten durchstehen und lange Jahre warten, bis er wieder ein normales Leben führen kann.

Robert Siodmak zitiert mit „Mein Schulfreund“ einen seiner ersten Filme, die er nach seiner Rückkehr in Deutschland drehte: „Nachts, wenn der Teufel kam“ (1957), mit Mario Adorf in der Hauptrolle. Hier beschäftigte er sich bereits mit dem Artikel 51. Der Film eröffnet die Reihe, da er hinsichtlich der zeitlichen und thematischen Orientierung des NdF als vorbereitend gelten kann: Die Handlung spielt während des Zweiten Weltkrieges und in der Adenauer-Ära. Siodmak war jüdischer Exilant, hatte keine nationalsozialistische Vergangenheit und konnte somit auch in Bezug auf das Filmschaffen als Vorbild gelten.

Text: Jennifer Borrmann

Spieltermin:
Donnerstag, 15.11.2007 20:00 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
Gruppe 47
... trifft Neuen Deutschen Film
 Donnerstag  15.11.2007  20:00 Uhr  s/w   Mein Schulfreund
 Freitag  30.11.2007  19:30 Uhr    Ansichten eines Clowns
 Dienstag  04.12.2007  19:30 Uhr  s/w   Das Brot der frühen Jahre
 Dienstag  11.12.2007  20:00 Uhr  s/w   Abschied von gestern
 Dienstag  18.12.2007  19:00 Uhr    Die Blechtrommel
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