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Akademischer Filmclub an der Universität Freiburg e.V. (seit 1957)

Standard Operating Procedure

Regie&Buch: Errol Morris Kamera: Robert Chappel, Robert Richardson Musik: Danny Elfman Produktion: USA, 2000 Länge: 118 min. Fassung: 35 mm, En. OmU

Standard Operating ProcedureNach dem Folterskandal von Abu Ghraib hat sich Dokumentarfilmer Errol Morris an die Beteiligten gewandt, um in Interviews herauszufinden, was sie zu ihren Taten geführt hat. Herausgekommen ist eine schockierende Reise ins Herz der Finsternis, die aufgrund ihrer Untermalung mit Spielszenen und Filmmusik nicht unumstritten geblieben ist. Im Mittelpunkt steht aber nicht die Dramatisierung, vielmehr bilden die Aussagen der Soldaten und Militärbeamten den dramatischen Kern eines zutiefst schockierenden Films über die Grenzen von Moral und Ethik in Machtsituationen und über die sinnlose Gewalt, welche die Berechtigung zur Folter hervorbringen kann. Beim Zuschauen wägt man sich mitunter auf einem anderen Planeten, obwohl die Aussagen der Folterer mitunter auf bizarr-erschreckende Weise logisch wirken – nur eben aus der Sicht der im rechtsfreien Raum von Abu Ghraib geltenden Regeln. Ein Film, der mit allen Mitteln gegen die Errichtung solcher rechtsfreier Räume eintritt und in Berlin zu Recht als erster Dokumentarfilm den Spezialpreis der Jury gewann.

Text: Martin Koch

Spieltermin:
Mittwoch, 28.01.2009 19:30 Uhr, Hörsaal 2006

Gezeigt im Rahmen der Filmreihe:
Der Krieg gegen den Terror und seine Folgen
 Mittwoch  28.01.2009  19:30 Uhr  En. OmU  Standard Operating Procedure
 Mittwoch  04.02.2009  19:30 Uhr    Machtlos
 Montag  09.02.2009  20:15 Uhr    Sprechblasen gegen Krieg und Terror
 Mittwoch  11.02.2009  19:30 Uhr    Im Tal von Elah
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