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Prinzessin Mononoke

Originaltitel: Mononoke Hime

Regie&Buch: Hayao Miyazaki Kamera: Atushi Okui Musik: Joe Hisaishi Produktion: Japan, 1997 Länge: 133 min. Fassung: 35mm, OmU

Ashitakas Dorf wird von einem Dämon angegriffen, den er erlegt. Dabei wird er mit einer tödlichen Krankheit infiziert. In der Hoffnung, geheilt zu werden, macht er sich auf die Suche nach dem Ursprung des Dämon und landet schließlich bei der Eisenhütte der Lady Eboshi, die ihren Untertanen ein besseres Leben ermöglichen möchte und den menschlichen Fortschritt auf Kosten der Natur vorantreibt. Auf Seiten der Naturgötter steht ihr Prinzessin Mononoke entgegen, die Eboshi und die Menschen vernichten möchte. Der Konflikt zwischen Mensch und Natur spitzt sich zu, als Eboshi mit Kriegern des Tenno verbündet und mit Gewehren ausgestattet Jagd auf den mächtigen Waldgott macht. Ashitaka gerät beim Versuch, zwischen den verfeindeten Frauen zu vermitteln, zwischen alle Fronten. Er und Mononoke bemühen sich, die drohende Katastrophe abzuwenden.
Prinzessin Mononoke ist der erfolgreichste Anime aller Zeiten und verwies in Japan sogar James Camerons Titanic auf den zweiten Platz. Der Kampf zwischen Mensch und Natur wurde selten so fair und neutral dargestellt wie in diesem Ökodrama, bei dem beide Seiten verständliche Anliegen haben und man keinen als den Bösewicht identifizieren kann. Ganz ohne Schwarz-Weiß-Malerei verdeutlicht Mononoke die komplexe Interessenlage zwischen Erhalt der Natur und menschlichem Fortschritt und verdeutlicht die Gefahr vom Radikalismus beider Seiten. Aufgrund dieser komplexen und überaus vielschichtigen Handlung kann Prinzessin Mononoke keinesfalls als Kinderfilm gelten, sondern als anspruchsvolle und ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema Umwelt, welches selten so leicht verständlich und unterhaltsam näher gebracht wurde. Dieser Anime läßt so manchen Actionfilm alt aussehen: rasante Kameraführung, schnelle Bilder, flinke Perspektivenwechsel, eine bis zur letzten Sekunde spannende Handlung, die sogar Tiefgang hat, eine herzergreifende Musik - anspruchsvolle Unterhaltung bis zuletzt.

Spieltermin:
Mittwoch, 19.12.2001 19:30 Uhr, Hörsaal 2006

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